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Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven · S. 188 - 189
Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven , 1990

Kunsthalle Darmstadt und Kunstverein Darmstadt E. V.

Steubenplatz 1, 6100 Darmstadt
06151/891184
Dr. Dorit Marhenke

Für Kunstliebhaber gilt die südhessische Stadt mit nur 136 000 Einwohnern als Juwel mit der Jugendstilsiedlung auf der Mathildenhöhe, zugleich auch als Avantgardezentrum, seit in den siebziger Jahren der Sammler Ströher dem Hessischen Landesmuseum den Beuys-Komplex zur Verfügung stellte. Die Darmstädter Kunsthalle ist zugleich auch „Haus des Kunstvereins“ – ein reines Ausstellungshaus ohne eigene Sammlung. Direktorin Dorit Marhenke setzt den Schwerpunkt auf Einzel- und Themenausstellungen der zeitgenössischen Kunst aus Deutschland und Europa.

*

J.R.: Ihr Programm wird sich auch in Zukunft auf Malerei, Zeichnung und Grafik sowie Plastik konzentrieren. Kunst mit neuen Medien bzw. Multi-media -, Verbindungen zu Design oder Architektur bleiben also weitgehend ausgeklammert?

D.M.: Das ergibt sich aus der Darmstädter Situation, wo zwischen den drei großen Häusern Mathildenhöhe, Landesmuseum und Kunsthalle abgesprochen ist, wer was macht. Unser Aufgabengebiet ist die zeitgenössische Kunst, wobei wir vor allem unserem größten Geldgeber, der Stadt Darmstadt, gegenüber die Verpflichtung haben, Künstler der Region zu präsentieren. Der Einzugsbereich reicht vom Frankfurter Raum bis zum Odenwald. Hierfür reservieren wir zwei Ausstellungen pro Jahr. Und wenn wir gelegentlich auch historische Kunst zeigen, dann auch nur unter regionalem Bezug. Im nächsten Jahr stellen wir zum Beispiel Johann-Heinrich Merck aus.

Was ist noch geplant?

1991 eine Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes und „Kunstlandschaft Europa“. Vorher im Herbst 1990 eine große Themenausstellung mit rund 80 Künstlern „Flucht – Problemkreis seit Menschengedenken“.

Das heißt „politische Kunst“ im engeren Sinne?

Es liegt auf der Hand, daß bei einem solchen Thema Künstler, die abstrakt oder informell…


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