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Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven · S. 202 - 203
Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven , 1990

Kunsthalle Nürnberg

Lorenzerstr. 32, 8500 Nürnberg
0911/162403
Dr. Lucius Grisebach

Als Oberkustos an der Berliner Nationalgalerie zeichnete Lucius Grisebach dort 1988 für die Penck-Ausstellung verantwortlich. Im August desselben Jahres wurde er Direktor der Kunsthalle Nürnberg, zeigte dort Sammlungsausstellungen – unter dem Titel „Museumsskizzen“ sowie Wechselausstellungen unter anderem mit Stephan Balkenhol und über „Konkrete Poesie“, im Bereich der Malerei Präsentationen von Graubner, Grützke, Richter, Armando und anderen.

*

J.R.: Die Nürnberger Kunsthalle wurde 1967 gegründet, wie hat sich die Zielsetzung, wie haben sich die Aufgabenstellungen inzwischen verändert oder zugespitzt?

Zielsetzung war und ist ein Museum für zeitgenössische Kunst. Lange Jahre war die Kunsthalle ein reines Ausstellungshaus, die Sammlung konnte nie richtig gezeigt werden, weil es hierfür keinen geeigneten Ausstellungsraum gab, und mein Vorgänger Dietrich Mahlow ist dann aus Protest zurückgetreten, weil die Stadt Nürnberg ihre Ansprüche nicht einzulösen vermochte. Als ich dann kam, wurde der Ankaufsetat verdreifacht. Heute haben wir hier zwei Gebäude, die Kunsthalle als klassisches Galeriegebäude von 1912 und die Noris-Halle, in der wir Ausstellungen unter dem Titel „Museumsskizzen“ zeigen. Dann gibt es hier noch ein Institut, das sich um Archivierung und Dokumentation bemüht, als privater Verein. Es handelt sich also um eine Dreiecksbeziehung zwischen den marginalen Orten.

Aber eine bauliche Neukonzeption für die Sammlung ist derzeit noch völlig unklar?

Es gibt dazu Pläne seitens des bayerischen Freistaates, die jetzt im Juli intensiv diskutiert werden, aber über die künftige Zusammenarbeit zwischen Staat Bayern und Stadt Nürnberg bei diesem Projekt ist noch nichts entschieden.

Über konkrete Ankaufsvorhaben wollen Sie derzeit noch nichts verlauten lassen?

Die liegen ja nicht in…


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