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Ausstellungen: Kotka · S. 397 - 399
Ausstellungen: Kotka , 1990

Peter Funken
Radar- eine Freilichtausstellung

Kotka, 28.6. – 2.9.1990

Im finnischen Kotka fand in diesem Sommer eine internationale Kunstausstellung statt. Beteiligt waren Künstler aus den Anrainerstaaten der Ostsee, also aus Dänemark, Schweden, Finnland, Litauen, Estland, Lettland, der Sowjetunion, Polen und den beiden deutschen Staaten. Norbert Weber aus Eckernförde, der die Freilichtausstellung namens „Radar“ als Kurator betreute, hatte jedoch nicht nur eine umfangreiche Ausstellung im öffentlichen Raum der Stadt organisiert, sondern auch ein Symposion im Kulturzentrum von Kotka anberaumt, das Künstler, Kunsthistoriker und Journalisten zusammenbrachte. Thema des Symposions war die Frage nach der Situation der bildenden Kunst in Nord- und Osteuropa und dem Problem von Kunst und Öffentlichkeit, denn in manchen Regionen Skandinaviens, besonders aber in den baltischen Republiken und Polen, sieht man sich angesichts des Kunstbooms in Westeuropa im Abseits.

Norbert Weber hatte 17 Künstler eingeladen, für „Radar“ Skulpturen und Installationen anzufertigen, die einen Bezug zur Stadt Kotka und dem baltischen Raum besitzen sollten.

Kotka ist mit 60 000 Einwohnern eine eher kleine Stadt, aber das wichtigste Zentrum Finnlands östlich von Helsinki, und es hat zudem den bedeutendsten Hafen des Landes. Die Stadt besitzt einen großen Güterbahnhof und liegt ziemlich exakt auf dem halben Weg zwischen Helsinki und der russischen Grenze. Der Hintergrund für „Radar“ und die ebenfalls stattfindenden politischen Veranstaltungen ist geschichtlich: 1790 fand im Seegebiet vor der Stadt eine kriegerische Auseinandersetzung statt – die Seeschlacht von Ruotsinsalmi – als sich die schwedisch-finnische Flotte und die russische Marine ein entscheidendes Duell lieferten, das über die Hegemonie im östlichen Baltikum entschied. 200 Jahre später…


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