Titel: postdigital 1 , 2016

Rózsa Farkas

Post-Internet? Deine Mudda!

Ein Gespräch von Clemens Apprich

Arcadia Missa ist eine Londonder Galerie, ein Verlagshaus und unabhängiges Forschungsprojekt, das sich mit digitalen Kulturen, kuratorischen Praxen und Fragen der institutionellen Selbst-Organisation auseinandersetzt. 2011 in Peckham gegründet, stellt Arcadia Missa eine Plattform für zeitgenössische Kunst und kritische Interventionen in einen mittlerweile ubiquitären Internet-Diskurs dar.

Als autonomer Ort der Wissensproduktion bietet Arcadia Missa ein breites Programm an Publikationen, das sich in drei Bereiche aufteilt: Das hauseigene Journal „How to Sleep Faster“, das sowohl Forschungsarbeiten der Galerie, als auch Beiträge von KünstlerInnen und AutorInnen, die nicht Teil des offiziellen Ausstellungsprogramm sind, enthält; dann speziell konzipierte Sammelbände, die im Gegensatz zu klassischen Katalogen vor allem aus theoretischen und praktischen Reflexionen zur Kuration und Dokumentation der Ausstellungen bestehen; und schließlich eine künstlerische Buchreihe, die sich literarischer Beiträge in Form von Installationen bedient und so Platz für individuelle wie kollektive Auseinandersetzungen mit den jeweiligen Ausstellungsformaten schafft. Rózsa Farkas ist Gründungsdirektorin und Kuratorin von Arcadia Missa.

Clemens Apprich: Was ist die Idee hinter Arcadia Missa?

Rózsa Farkas: Während meines Studiums am Central Saint Martin College of Art and Design in London interessierte ich mich für radikale Pädagogik und institutionelle Kritik, also die ganze Geschichte seit den 1970er-Jahren. Mir kam meine Studienzeit selbst wie eine Reminiszenz dieser radi­kalen Pädagogik vor. So fand 2010 die Konferenz „Deschooling Society“ statt, die von der Hayward Gallery organisiert wurde und sich mit den Thesen des Pädagogen Ivan Illich beschäftigte. Die eingeladenen KünstlerInnen, KuratorInnen und SchriftstellerInnen diskutierten über die sich verändernde Rolle von Kunstinstitutionen…

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von Clemens Apprich

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