Titel: 52. Biennale Venedig · von Susanne Boecker · S. 308
Titel: 52. Biennale Venedig , 2007

Schottland Scottish Arts Council;
British Council Scotland; National Galleries of Scotland

Scotland and Venice 2007

Zum dritten Mal präsentiert sich Schottland in Venedig mit einer eigenen Ausstellung. Kurator Philip Long ist überzeugt: „Art from Scotland is at one of its most progressive moments and our chosen artists represent this position in form of six highly individual talents.“ Unumstrittenes Zentrum der zeitgenössischen schottischen Kunstproduktion ist Glasgow: fast alle der für Venedig ausgewählten Künstler haben in der Hafenstadt studiert oder leben dort. Sieben Räume des Palazzo Zenobio bespielt Philip Long mit den Werken der Newcomer Charles Avery, Henry Coombes, Louise Hopkins, Rosalind Nashashibi, Lucy Skaer und Tony Swain. Auffällig sind die zumeist recht kleinen Formate ihrer Arbeiten, die sich von den im Kunstbetrieb angesagten, augenfälligen und raumgreifenden Dimensionen angenehm absetzen. Ausnahme ist die vor dem Pavillon stehende, seitenverkehrte große „2“ von Charles Avery. Dieser entwirft in Skulpturen, Gemälden, Textarbeiten und Zeichnungen eine imaginäre, absurde Welt mit eigenen Gottheiten, Tier- und Fabelwesen. Henry Coombes’ Gemälde und Zeichnungen sind Vorarbeiten zum einem Filmscript, in dem er sich mit Leben und Werk des britischen Malers Edwin Landseer (1802-1873) beschäftigt. Bezugsstoffe, Zeitungen, Notenblätter, Landkarten oder Comic-Strips sind die bevorzugten Malgründe von Louise Hopkins. Mit bewegten, kalligraphischen Linien überarbeitet sie die vorhandenen Strukturen und schafft Bilder von einer zarten und dabei sehr eigenwilligen Präsenz. Rosalind Nashashibi montiert vorgefundene und abfotografierte Bilder aus verschiedenen Medien zu neuen, filmischen Abfolgen. In ihrem Film „Bachelor Machines Part I“ beobachtete sie die Crew eines italienischen Lastschiffes. Die Installation von Lucy Skaer besteht aus Zeichnungen…

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