Gespräche mit Galeristen , 2000

»Seitdem ich mich für Kunst interessiere, ist das Bild und die Malerei alle paar Jahre tot gesagt worden«

HELGA MEISTER IM GESPRÄCH MIT WOLFGANG GMYREK

Der Düsseldorfer Wolfgang Gmyrek feiert das 20-jährige Bestehen seiner Galerie mit Arbeiten von Anzinger, Johannes Brus, Chevalier, Fetting, Finkeldei, Roland Fischer, Graubner, K.H. Hödicke, Bernd Jansen, Klapheck, Koberling, Krieg, Lüpertz, Bruce McLean, Middendorf, Tadeusz und Zimmer. Die imponierende Reihe wird bestimmt von figurativer Kunst, von Vätern und Söhnen der „wilden“ Malerei. Gmyrek engagiert sich zugleich für seinen Berufsstand. 1996 gehörte er zu den Gründern der internationalen Kunstmesse Art Forum Berlin, seit 1999 ist er einer der beiden Sprecher der Initiatorengemeinschaft Düsseldorfer Galerien, die er 1983 mit begründet hatte.

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Helga Meister: Sie sind kein Kunsthistoriker. Wie sind Sie Kunsthändler geworden?

Wolfgang Gmyrek: Ich bin 1947 in Düsseldorf geboren, habe mit 16 Jahren angefangen, Kunst zu sammeln, habe Psychologie, Betriebswirtschaft und Volkswirtschaftslehre studiert, als Journalist und in der Wirtschaft gearbeitet.

Der Maler Bernd Zimmer nennt Sie einen „Besessenen“. Er sagt: „Gmyrek hat einen Glauben an sich selbst. Er lässt sich auf eine Sache ein.“ Und er sagt auch: „Es ist wichtig, auf sich selbst zu beharren.“ Wie besessen sind Sie?

Ob ich besessen bin, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn ich mich auf eine bestimmte Programmatik und Menschen einlasse, dann stehe ich dazu und bleibe dabei.

Ihre Anfänge lagen 1980 in der Benrather Schloßallee, dort gab es erste Ausstellungen der Jungen Wilden Helmut Middendorf, Rainer Fetting und Bernd Zimmer. Hinzu kamen Peter Chevalier, Norbert Tadeusz, Bernd Finkeldei und andere. Wo hatten Sie Blut geleckt?

Das…

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von Helga Meister

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