Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Länderbeiträge Arsenale · von Susanne Boecker · S. 425
Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Länderbeiträge Arsenale , 2015
Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Länderbeiträge Arsenale

Slowenien

JAŠA

UTTER / The violent necessity for the embodied presence of hope. Kommissare: Simona Vidmar, UGM I Maribor Art Gallery, Rosa Lux, WEARE Production. Kuratoren: Michele Drascek and Aurora Fonda.

Ort: Pavilion in den Arsenale – Artiglierie

Unter der Regie von JAŠA (Jaša Mrevlja Pollak, geb. 1978) präsentiert sich der slovenische Pavillon als Keimzelle für Widerstand, Zusammenarbeit und Hoffnung. Als zentralen Referenzpunkt wählte der Künstler das Motto von Stéphane Hessel: „To create is to resist. To resist is to create.“ Mit seinem Projekt möchte JAŠA wiederholte gemeinschaftliche performative Aktionen realisieren und harmonische Momente schaffen.

Als Schau- und Aktionsplatz dient eine zersplitterte, zerklüftete Architektur. Hinter der weiß gestrichenen „Fassade“ verbirgt sich eine Art Bühnenraum mit Sitzstufen, einem mehrstufigem Podest sowie eingebautem Klavier. Die Wände sind mit einer düsternen, dramatischen Malerei versehen. An diesem Ort des Geschehens treten regelmäßig drei Protagonisten in Aktion: Michele Drascek, Janez Vidrih (Junzi) und Jaša bespielen den Pavillon während der gesamten (!) Biennale-Laufzeit mit einem täglichen Performance-Programm, das stets nach folgendem Schema abläuft: 10-12h: Klärung des Status Quo, Vorbereitungen, 12-14h: Veränderungen/Intro, 14-16h: Entwicklung/Höhepunkt, 16-18h Übergang und Schluss. Das Programm unterliegt noch einmal einem genauen Wochenplan, der für jeden Tag spezielle Abläufe und Strukturen vorsieht.

Zunächst präsentierte sich das Projekt als geschlossene weiße, architektonische Form, die dann während der Eröffnungstage in performativen Aktionen Stück für Stück geöffnet wurde. Die sahen so aus: Mit Kreide schrieb JAŠA unermüdlich immer neue Sätze auf den Boden: „We fight, We fight, We fight“, Janez Vidrih verharrte bewegungslos im Raum oder spielte auf dem Klavier, Michele Drascek mimte…

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von Susanne Boecker

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