Magazin: Videonale Bonn , 1992

Videonale 5

Bonner Kunstverein, 15. – 20.9.1992

Kunst- und Ausstellungshalle des Bundes, Bonn, 15.9. – 10.10.1992

Kunstmuseum Bonn, ab 16.9. ständig Galerie Klein, Bonn, 15. – 20.9.1992

Französisches Kulturinstitut, Köln,16.9. – 16.10.1992

Japanisches Kulturinstitut, Köln, 16. – 4.10.1992

But this is different!“ sagt die Frau ungläubig, nachdem ihr der Mann die Wirkungsweise einer elektronischen Kamera erklärt hat. Dieser kurze, immer wieder repetierte Ausschnitt eines amerikanischen „Aufklärungsfilms“ der 50er Jahre ist die Schlüsselszene des Videos „(Dis)Integrator“ des Finnen Juha van Ingen (1991), der bei der diesjährigen Videonale mit einem Preis bedacht wurde.

Auch die 5. Bonner Videonale blieb, obwohl erheblich ausgeweitet, „different“ von vielen anderen Groß-Kunst-ereignissen. Trotz Veranstaltungen an sechs Orten in Bonn und Köln, trotz guten Besuchs wie nie zuvor bleibt die Video-Liga ein angenehm intimer, aber offener Kreis. Dies liegt nicht zuletzt am weitgehenden Interesse der Künstler an den Arbeiten anderer Kollegen, das durchaus Videokünstler aus Japan oder den USA für einige Tage in die kleine Stadt am Rhein verschlägt. Unvergeßlich bleibt der Kroate Ivo Dekovic, der ständig mit seiner Kamera Aufnahmen machte – um eine Dokumentation des Festivals zu erarbeiteten, wie er erklärte. Der Kontakt mit Künstlern, die weitgehende Freiheit bei der Auswahl von Programmen und die insgesamt sehr lebendige Atmosphäre veranlaßten nicht zuletzt und vor allem ein jüngeres Publikum zum Videonale-Besuch.

Die Ausdehnung hat dem alle zwei Jahre stattfindenden Festival gutgetan. Vor allem der oftmals vernachlässigte historische Aspekt fand erstmals mit Retrospektiven der 70er und 80er Jahre im Bonner Kunstmuseum und in der Bundeskunsthalle gebührende Beachtung. Das Kunstmuseum präsentierte seine Sammlung Ingrid Oppenheim, die nun…

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