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Titel: Spanien im Aufbruch · S. 222 - 221
Titel: Spanien im Aufbruch , 1988

Aufbruchstimmung

Galería Juana de Aizpuru

Nicht allein ihr international ausgerichtetes Programm, auch die kulturelle Arbeit hat Juana de Aizpuru zu den renommiertesten Galeristen Spanien gemacht. Ihr nämlich verdankt Spanien den ersten international erfolgreichen Kunstmarkt, die ARCO. Das starke Engagement der Galeristin, ihre Auswahlverfahren für die Messe, führten 1986 zu einem Eklat: Etliche Madrider Kollegen nahmen an der ARCO nicht teil. Seitdem hat Juana de Aizpuru die Messeleitung übergeben und konzentriert sich auf ihre beiden Galerien in Sevilla und Madrid.

Künstler der Galerie: José M. Broto , Salome del Campo, Ferrán Garcia Sevilla, José María Larrondo, Eva Lootz, Emilio Martinez, Maises Moreno, Juan Navarro Baldeweg, Jesús Vázquez, Juan Suarez; Ausstellungen mit: Siegfried Anzinger, Walter Dahn, Georg Jiri Dokoupil, Siegfried Kaden, Christa Näher, Alois Mosbacher.

Uta M. Reindl: Ihre Galerie besteht schon sehr lange?

Juana de Aizpuru: Vor 18 Jahren gründete ich meine Galerie in Sevilla, löste praktisch „La Pasarela“ ab, eine Galerie, die vier Jahre sehr erfolgreich dort gearbeitet hatte. Künstler hatten mich zur Gründung animiert.

In Sevilla existierte schon damals ein intensives künstlerisches Klima. Die Akademie hatte eine große Ausstrahlung. Der „Correo de Andalucia“ druckte wöchentlich eine ganze Seite über Kunst, was damals sehr bedeutsam war.

Über die ersten Jahre kann ich mich also nicht beklagen. Als jedoch die Demokratie nach dem Tode Francos kam, folgten schwere Jahre, da der politische Wandel die ganze Aufmerksamkeit für sich beanspruchte. Kunst war in diesen Zeiten sekundär.

Hinzu kommt, daß die Aristokratie in Sevilla traditionell sehr stark ist und die Mittelklasse schon immer geringere Bedeutung hatte. Die Aristokraten hatten das Geld…

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