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Titel: Spanien im Aufbruch · S. 222 - 224
Titel: Spanien im Aufbruch , 1988

Aufbruchstimmung

La Máquina Española

Der Sevillaner José (Pepe) Cobo eröffnete seine Galerie just in dem Augenblick, als sich in Sevilla eine Gruppierung junger, für die aktuelle Szene relevanter Künstler hervortat. Aus marktstrategischen Erwägungen schloß Cobo seine Galerie in Sevilla und eröffnete in Madrid, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kulturkomplex „Reina Sofía“, seine neue Galerie. Das Programm der La Máquina umfaßt vorrangig spanische Malerei. Künstler der Galerie: Rafael Agredano, Patricia Cabrera, Ricardo Cadenas, Pepe Espaliú, Federico Guzmán, Guillermo Paneque, Gonzalo Puch, Antonio Sosa, José María Sicilia; Ausstellunen mit: Cindy Sherman, Jan Knap, Milan Kunc, Rosemarie Trockel.

Uta M. Reindl: Sie haben mit Erfolg eine Galerie in Sevilla geführt und eine zweite in Madrid eröffnet. Sevilla war offensichtlich kein ungünstiger Standort – was erwarten Sie von Madrid?

Pepe Cobo: Dazu muß ich die Entstehungsgeschichte meiner Galerie in Sevilla erläutern: Sie wurde in einer Situation gegründet, als für die damalige Künstlerbewegung noch keine Galerie existierte. „Bewegung“ ist weniger im ideologischen Sinne zu verstehen als im Hinblick auf die Zusammengehörigkeit einer Generation.

Ich bin aus Sevilla und weiß, wie fremdenfeindlich dieser Markt ist. Und doch ging von dem reichlich abgelegenen Ort eine beachtliche Kraft aus, und es wurden Diskurse in den führenden Kunstzeitschriften Spaniens über die Künstler meiner Galerie ausgelöst. Kunststudenten Sevillas gehörten später dieser bedeutenden Bewegung von Malern an.

Und doch erwies sich Sevilla mit der Zeit als ungeeignet für eine international orientierte Arbeit, selbst eine nationale Kooperation war von dort aus problematisch. Effektives Arbeiten ist nur in einer zentralen Position möglich, und die bietet Madrid, wo sich angesichts der…

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