Titel: Spanien im Aufbruch · von Gabriele Rivet · S. 166
Titel: Spanien im Aufbruch , 1988

Salomé del Campo

Im Schatten der Sevillaner Künstler-Matadore rund um die Máquina Española hat sich seit Beginn der achtziger Jahre ein anderer, kleiner Künstlerkreis aus Malern, Bildhauern und Photographen konstituiert, zu dem unter anderen Salomé del Campo (geb.!9xx, xxx) gehört. Ihre Bildwelt beschränkt sich auf klar voneinander getrennte, geometrische Farbflächen, die durch Tonunterschiede und einen ausgeprägt malerischen Farbauftrag belebt sind. Salome del Campo unternimmt den Versuch, konstruktive Elemente und gestische Momente zu synthetisieren. Flächenformen der gleichen Farbigkeit stoßen vertikal in den Bildraum und sparen im Zentrum eine meist geometrische Figur aus, die beim „Tríptico del agua“ ferne an Landschaft denken läßt, oder wie bei „Raya con monedas“, symbolisch aufgeladen wird durch Münzen. In einer Installation bei Juana de Aizpuru in Madrid reiht sie mehrere Bilder so aneinander, daß die geometrischen Figuren des Zentrums wie eine Frequenzkurve oszillierend durch den Raum schwingen.

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