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Ausstellungen: Krefeld · von Sabine Elsa Müller · S. 294 - 295
Ausstellungen: Krefeld , 2016

Das Abenteuer unserer Sammlung I
Kunst nach 1945 aus den Kunstmuseen Krefeld

Kaiser Wilhelm Museum
02.07.2016 – Februar 2017
von Sabine Elsa Müller

Glanzvoll. Nicht anders lässt sich der Eindruck beschreiben, den das grundsanierte Kaiser Wilhelm Museum nach sechseinhalb Jahren Schließung bei der Wiedereröffnung bietet. Zwar wirkt das historisierende Äußere vom ehemaligen Karlsplatz aus – dessen Neugestaltung nach der bereits vollzogenen Umbenennung in Joseph-Beuys-Platz noch bevorsteht – trutzig wie eh und je. Doch verflüchtigt sich die abweisende wilhelminische Attitüde schlagartig, sobald man die Pforte durchschritten hat. Vom lichten Eingangsbereich bis zum geräumigen Foyer und dem daran anschließenden Café empfängt das Haus den Besucher mit gepflegtem Selbstbewusstsein, weder unterkühlt distanziert noch protzig überladen. Weiße Wände, klare Formen, schönes Mobiliar. Ein Versprechen.

Das sich in den beiden oberen Etagen einlösen wird. Zu den Ausstellungsräumen führt ein separates Treppenhaus, das wie eine Schleuse den Anstieg als kontemplative Einstimmung auf die Kunst inszeniert, bekrönt von den eleganten schwebenden Formen eines Mobiles von Alexander Calder. „Squelette Blanc“ von 1950/51 verdankt sich einer Schenkung des Krefelder Museumsvereins aus dem Jahr 1954.

Es war zu erwarten, dass Martin Hentschel, der seit 2001 als Direktor den Krefelder Museen – dazu gehören neben dem Kaiser Wilhelm Museum auch die Museen Haus Lange und Haus Esters – vorsteht, einen Schwerpunkt auf die Neuerwerbungen während seiner Amtszeit legen würde. Er geht aber in der Historie beträchtlich zurück und breitet zur Wiedereröffnung aus dem Gesamtbestand von rund 14.000 Werken aller Gattungen ein Bouquet von etwa 370 Spitzenstücken seit 1945 aus. Aber er vollzieht damit nicht nur den Schulterschluss mit seinen legendären Vorgängern…



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von Sabine Elsa Müller

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