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Titel: Quo Vadis Biennale? - V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig · von Sabine B. Vogel · S. 148 - 191
Titel: Quo Vadis Biennale? - V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig ,
Titel: Quo Vadis Biennale? - V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig

V. Aktuell: Berlin – Marseille – Riga – Venedig
11. Berlin Biennale für Zeitgenössische Kunst 2020

Der Riss beginnt im Inneren
von Sabine B. Vogel

Kurator*innen
María Berríos,
Renata Cervetto,
Lisette Lagnado,
Agustín Pérez Rubio

Orte
KW Institute for Contemporary Art,
daadgalerie,
Gropius Bau,
ExRotaprint

 

Prologe: exp. 1, exp. 2 und exp. 3 (Erfahrungen)

exp. 1: Das Gerippe der Welt
exp. 2: Virginia de Medeiros – Feministische Gesundheitsrecherchegruppe
exp. 3: Archive berühren. Sinthujan Varatharajah – Osías Yanov

Während der Ausschreibung zur 11. Berlin Biennale 2020 erhalten Agustín Pérez Rubio (1972, Spanien) und Lisette Lagnado (1961, Brasilien) getrennte Einladungen mit den Aufforderungen, sich mit einem Konzept vorzustellen. Statt in Konkurrenz zu treten, beschließen sie eine Kooperation und holen noch Renata Cervetto (1985, Argentinien) und María Berríos (1978, Chile) dazu. Sie seien kein Kollektiv, sondern arbeiten als Team zusammen, betonen sie immer wieder. Ihr Konzept basiert auf Aspekten wie Feminismus, Gleichberechtigung, Teilhabe und vor allem auf der sozialen Frage und Funktion von Kunst, ihr Grundthema ist eine Gegenerzählung zu herrschenden Narrativen.

„Wir verstehen die Biennale als eine Art Laboratorium, wir suchen nach neuen Wegen, mit zeitgenössischer Kunst umzugehen, zwischen Aktivismus und Theorie, zwischen hergebrachten und neuen Praktiken“, erklärt Rubio im September 2019 im Interview mit Monopol1. Als Titel wählen sie ein Zitat der ägyptischen Dichterin Iman Mersal (1966, Ägypten): „Der Riss beginnt im Inneren“. Mersal „thematisiert die zahlreichen Geister der Mütterlichkeit“ und „höhlt die mit ihnen verbundenen Moralvorstellungen unserer Zeit aus“, heißt es dazu im Ausstellungsführer. Immer wieder sprechen sie von Dissens, aber nicht im Sinne des Tabula Rasa der Moderne, des Bruchs…

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