Ausstellungen: Amsterdam · S. 259
Ausstellungen: Amsterdam , 1988

Frank-Alexander Hettig

Frank Stella

Retrospektive 1970-1987
Stedelijk Museum, 13.2.-10.4.1988

Was ist der Unterschied zwischen den Werken von Frank Stella aus der Periode von 1970 und den aus den 17 darauffolgenden Jahren? Inwieweit beharrte Stella auf seinem Prinzip der früheren Jahre?

Diese Fragen entwickeln sich aus der reisenden Ausstellung, die William Rubin aus den Werken des Zeitabschnittes 1970 bis 1987 zusammenstellte. Die Ausstellung, die nach New York in Amsterdam zu sehen ist, wird dann via Paris nach Minneapolis, Houston und Los Angeles zurückreisen. Der abstrakte Künstler Frank Stella, der durch seine ’shaped canvas‘ berühmt wurde und 1970,34 Jahre alt, schon eine umfangreiche Retrospektive unter anderem im MOMA hatte, scheint seit damals eine neue Phase begonnen zu haben.

Die Ausstellung im Stedelijk Museum, die Stella selbst eingerichtet hat, beginnt mit zwei ’shaped canvases‘ aus 1960, resp. 1962 – 1967. Hier sieht man noch die Reproduktion der bildnerischen Mittel als Reaktion auf die Emotion des abstrakten Expressionismus. Darstellung und Dargestelltes sind miteinander identisch, und auch die alte Frage, ob diese systematisch entworfen, oder was zuerst anwesend war die Form der Leinwand oder der Strich wird wieder aufgeworfen.

Der Beginn seiner ‚Veränderung‘ markiert die ‚Polish Village Series‘ (71/73). Die Titel dieser Serie kommen aus einem Buch von Pietchotka über die polnischen, hölzernen Synagogen, das sein langjähriger Freund, der Architekt Richard Meier, ihm zeigte. Diese Serie bildet den Auftakt zu Volumen, Masse und Räumlichkeit. Die Starrheit früherer geometrischer Strukturen ist verschwunden. Die geometrischen Formen sind ausgeschnitten und aufs Neue ineinandergesteckt, wobei Zick-Zackbahnen entstehen, die ineinanderstoßen und sich überlappen. Es sind konstruierte…

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