Nordischer Pavillon
Pauliina Feodoroff, Máret Ánne Sara, Anders Sunna
THE SÁMI PAVILION
Kommissar*innen: Katya García-Antón, Office for Contemporary Art Norway (OCA), Leevi Haapala, Museum of Contemporary Art Kiasma / The Finnish National Gallery, Gitte Ørskou, Moderna Museet Kurator*innen: Katya García-Antón, Liisa-Rávná Finborg and Beaska Niillas Ort: Giardini
Erstmals in der Geschichte der Biennale Venedig wird der Nordische Pavillon nicht von einem der skandinavischen Nationalstaaten bespielt, sondern für dieses Jahr in ,Samischer Pavillon‘ umgetauft. Früher Lappen genannt, sind Sámi ein indigenes Volk, dessen Siedlungsgebiet über Teile Schwedens, Norwegens und Finnlands bis zum Weißen Meer und dem Barentssee in Russland reicht. Ihr Name kann mit ,Sumpfleute‘ übersetzt werden, um ihre Rechte – etwa die Selbstbestimmung über ihre Rentierherden – müssen sie bis heute kämpfen. Das war auch Thema von Máret Ánne Saras’ Beitrag auf der 14. documenta 2017: Ein Vorhang aus Rentierschädeln, die alle Einschusslöcher aufweisen.
Die Sámi werden staatlich gezwungen, ihre Herden zu reduzieren, wogegen die Künstlerin und Aktivistin 2016 kämpfen. In Venedig stellt Sara zusammen mit Pauliina Feodoroff (1977) und Anders Sunna (1985) aus. Alle drei zeichnen sich durch erklärt politische Werke aus, in denen sie von ihren Kämpfen um ihre Recht erzählen. Máret Ánne Saras (1983) legt ihren Beitrag sehr skulptural an, hängt Mägen von Rentieren von der Decke und formt aus getrockneten Sehnen der Tiere Objekte, die mit Düften versehen sind: einer rieche unangenehm wie Angst, der andere nach Hoffnung, erklärt die Künstlerin. Anders Sunna konzentriert sich auf Malerei für seine 50 Jahre Wider-stand-umfassende Erzählung. Pauliina Feodoroff zeigt Videos,…
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