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Titel: 59. Biennale Venedig - Biennale Gespräche · von Sabine B. Vogel · S. 296 - 297
Titel: 59. Biennale Venedig - Biennale Gespräche ,

59. Biennale Venedig Gespräche
Pilvi Takala

Private Sicherheit

Sabine B. Vogel: Warum haben Sie sich für den Beitrag im Finnland Pavillon für die Recherche in einer Sicherheitsfirma entschieden?

Pilvi Takala: Das kommt aus meinem Interesse für öffentliche Räume. Wir haben in Finnland viele Einkaufszentren, in denen immer mehr private Sicherheitsleuten unser Verhalten regeln. Sie definieren, was toleriert wird. Dieser Job ist aber einfach zu bekommen und schnell zu erlernen – ich wollte erkunden, wie man diesen Job gut machen kann.

Haben Sie bei der Bewerbung schon Ihre Beweggründe als recherchierende Künstlerin verraten?

Ich habe mein Projekt offen erklärt – die hätten mich eh gegoogelt und herausgefunden, dass ich mit dieser Methode häufig arbeite. Meinen Kollegen habe ich aber nicht gesagt, dass ich Künstlerin bin. Später haben sie es über das Internet herausgefunden, ich habe ja unter meinem Namen gearbeitet.

Waren Sie nicht ein Fremdling in der Kolleg*innenschaft?

Ich war dort nicht anders als die anderen, nur meine Beweggründe sind anders: Ich interessiere mich für menschliches Verhalten, für Deeskalationsstrategien – einer hat mich dann auch gefragt, warum ich das nicht studiere … aber ich wollte ja wirklich was lernen. Am Anfang habe ich mich oft über mein eigenes Verhalten gewundert, warum ich mit Situationen nicht reflektierter umgegangen bin. Aber die Einschulung ist sehr kurz, unsere Reaktionen sind von den Senior-Wärtern geprägt. Man benimmt sich sehr schnell wie die anderen Wärter – auch, weil das Gegenüber das erwartet.

Sehen wir in dem Video Schauspieler oder Ihre Kollegen?

In dem dreitägigen Workshop sind drei…


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