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Titel: Digital. Virtuell. Posthuman? – Gespräche mit Künstlern · von Magdalena Kröner · S. 126 - 131
Titel: Digital. Virtuell. Posthuman? – Gespräche mit Künstlern ,

Stephanie Dinkins

Prekärer Dialog

Die amerikanische Künstlerin und Aktivistin Stephanie Dinkins überträgt Fragen nach Inklusion und Repräsentation auf Roboter-Technologie und künstliche Intelligenz und sucht in ihrer Arbeit nach neuen Formen sozialen Engagements, mit denen auch für Laien die aktive Teilhabe und Gestaltung künftiger Technologien ermöglicht werden können. Für Dinkins sollte künstliche Intelligenz nicht ausschließlich von einer kleinen, männlich und weiß geprägten Gruppe von Spezialisten geschaffen werden, sondern von ganz unterschiedlichen Segmenten der Gesellschaft mitgeprägt werden, insbesondere jenen, die bislang marginalisiert und unzureichend repräsentiert sind. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt die Video-Serie „Conversations with Bina48“, eine Folge seit 2014 entstandener Videoprotokolle ihrer Gespräche mit dem Social Robot „Bina48“, der als gegenwärtig avancierteste Form von künstlicher Intelligenz gilt. Diese Arbeit will das Bewusstsein dafür schärfen, welche technologischen Möglichkeiten die menschliche Existenz künftig ergänzen könnten; welche Chancen darin aufscheinen, aber auch, welche Limitierungen nach wie vor existieren.

Gegenwärtig arbeitet Stephanie Dinkins mit „Not the only one (N’TOO)“ an der Programmierung eines Bots auf Grundlage der verwandtschaftlichen Strukturen und Narrative ihrer Herkunftsfamilie.

Magdalena Kröner: Als ich Deine Arbeit „Conversations with Bina48“ erstmals sah, war ich fasziniert von der ziemlich schnell entstehenden Absurdität des Gesprächs. Ich würde gern mehr darüber erfahren, wie Du auf „Bina48“, der gegenwärtig angeblich avanciertesten Form künstlicher Intelligenz, aufmerksam geworden bist, und warum Du Dich entschieden hast, den Dialog mit ihr zum Teil Deiner künstlerischen Arbeit zu machen.

Stephanie Dinkins: Das erste Mal, dass ich „Bina48“ sah, war tatsächlich reiner Zufall: ich sah einen Clip auf Youtube, und hatte sofort jede Menge…

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von Magdalena Kröner

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