Indecline

Gerade die Arbeiterklasse braucht eine provokante Kunst
ein Interview von Larissa Kikol

Indecline ist eine anonyme Aktivistengruppe aus den USA, die sich oft in der Illegalität bewegt. Ihre aktuelle Aufgabe: Die Gesellschaft gegen Donald Trump mobilisieren. Sie vereinen in ihren Projekten Vandalismus, Graffiti, Street Art, Skulpturen, Videos und Installationen im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten zählen zu den bekanntesten Anti-Trump-Kunstwerken und werden durch ein internationales Medienecho begleitet.

Larissa Kikol: Wie würdet ihr eure politische Haltung beschreiben? Wofür steht Indecline?

Indecline: INDECLINE ist eine amerikanische Aktivistengruppe, die verschiedene künstlerische und subversive Taktiken anwendet, um soziale, ökologische und umweltpolitische Ungerechtigkeiten zu entlarven, die alltäglich von nationalen und internationalen Regierungen und Gesetzeshütern ausgeübt werden. Unsere Maßnahmen reichen von Plakatverfremdungen [original: guerilla billboard liberation] bis hin zu illegalen, öffentlichen Kunstinstallationen, politischen Graffitis und Kurzfilmen.

INDECLINE ist ein belesenes Kollektiv. Wir haben über ein Jahrzehnt damit zugebracht, uns nicht nur mit klassischen Kunstbewegungen und Popkultur zu beschäftigen, sondern auch damit, was gerade in der Welt passiert. Wir haben mehr Ideen und Bilder im Kopf, als wir in einem Leben umsetzen können.

Könnt ihr einige Wünsche für die politische und soziale Zukunft der USA formulieren?

1 Ein Ende aller Weltmachtsbestrebungen, aller illegalen Kriege und Drohnenangriffe auf Zivilisten.

2 Eine Abkehr von der Einmischung der Vereinigten Staaten in Israels Unterdrückung von Palästinensern.

3 Eine gründlichere und umfangreichere Waffenkontrolle.

4 Die sofortige Amtsenthebung von Donald Trump.

5 Die Wiedereinordnung der USA in die globalen Bemühungen für ein Klimaschutzabkommen

6 Investitionen in schulische und soziale Programme für die unterpreviligierten Bevölkerungsschichten.

7…


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