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Kunstforum-Gespräche · von Susanne Boecker · S. 368 - 375
Kunstforum-Gespräche , 2016

Curating Under Pressure II

Armee der künstlerischen Hoffnungen

Susanne Boecker im Gespräch mit Róna Kopeczky über die Entwicklung der Szene für zeitgenössische Kunst in Budapest und die OFF-Biennale Budapest.

Róna Kopeczky (geb. 1983) ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Von 2006 bis 2015 war sie Kuratorin für internationale Kunst am Museum Ludwig in Budapest, wo sie neueste Arbeiten der polnischen Videokünstlerin Katarzyna Kozyra, Retrospektiven der Konzeptkünstler Braco Dimitrijevic und Agnes Denes, eine Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst aus Taiwan, eine Übersichtsausstellung des südafrikanischen Fotokünstlers Pieter Hugo sowie ortsspezifischen Projekte des Pariser Kollektivs Société Réaliste und der Slowenin Jasmina Cibic verantwortete. Seit Februar 2015 ist sie künstlerische Direktorin der acb Gallery Budapest und des internationalen Teams der ersten OFF-Biennale Budapest (April – Mai 2015). Als serbische Staatsangehörige ungarischer Herkunft, die in Frankreich studiert hat, hat Róna Kopeczky ein tiefes Verständnis für und Interesse an den historischen, politischen und kulturellen Dichotomien zwischen Ost-, West-, Nord- und Südeuropa sowie ihre Thematisierung in der zeitgenössischen Kunst. 2013 schloss sie ihr Kunstgeschichtsstudium an der Sorbonne in Paris mit dem Doktortitel ab.

In jüngster Zeit sind zahlreiche Biennalen unter politischen Druck geraten, viele haben finanzielle oder auch strukturelle Probleme. So wurde aufgrund der aktuellen politischen Ereignisse in der Türkei die für dieses Jahr geplante „Sinopale“ auf 2017 verschoben. Da sich die politische Lage in den vergangenen Wochen drastisch verändert habe und die Biennale auf Teilhabe, kritischen Widerspruch und Austausch basiere, sei eine Umsetzung derzeit nicht möglich, hieß es von Seiten der Organisatoren.

Krisensituationen dieser Art können Veranstalter von Biennalen zwingen, ihre Modelle grundsätzlich zu überdenken oder neue…

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