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Titel: 59. Biennale Venedig - Länderbeiträge Stadtgebiet · von Sabine B. Vogel · S. 368 - 369
Titel: 59. Biennale Venedig - Länderbeiträge Stadtgebiet ,

Aserbaidschan

Narmin Israfilova (Zhuk), Infinity, Ramina Saadatkhan, Fidan Novruzova, Fidan Akhundova, Sabiha Khankishiyeva, Agdes Baghirzade

BORN TO LOVE

Kommissar: Mammad Ahmadzada, Botschafter der Republik Aserbaidschan Kurator: Emin Mammadov Ort: Procuratie Vecchie San Marco 153/a /139

Erstmals stellt Aserbaidschan nicht in einem der prächtigen Palazzi aus, sondern bespielt das erste Geschoß eines ehemaligen Ladenlokals am Markusplatz – perfekte Lage für vorbeischlendernde Touristen, aber deutlich weniger repräsentative, niedrige, kleine Räume. Wie passen da sieben Künstlerinnen hinein? Eng gedrängt!

Gemeinsames Thema ist laut Titel die „Liebe“, im Pressetext wird von einer „Neuinterpretation der Prinzipien Zeit“ gesprochen, die „durchdrungen sind von der Kulturgeschichte des Landes und den Trends in der modernen Technologie.“ Labyrinthisch erscheint der Rundgang durch die vielen Räume, in denen ausschließlich Künstlerinnen ausstellen: Fidan Akhundova (1989, lebt in Deutschland) zeigt die raumfüllende Skulptur mit einer Frau, die offenbar von einer Eisscholle ins Wasser rutscht oder springt – ein Sprung ins Unbekannte, wird erklärt.

Agdes Baghirzade (1975) sucht in ihrem Fotoprojekt „The Other Side of Me“. Auf einem Werk aus Fidan Kims (1977, lebt in USA) „Totem“-Serie sehen wir eine Fresskette: Löwe frisst Krokodil, das frisst einen Fuchs bis Fisch und zuletzt ein Frosch, der sich seine Nahrung mit der Zunge aus einem Menschenhaufen angelt – sehr dystopisch! Infinity (1984) ist der passende Name für den / die Schöpfer der unendlich gespiegelten Installation „All is sacred“ mit ineinander morphenden Ornamenten und sphärischen Klängen.

Ramina Saadatkhan (1977) arbeitet in einer Collage-Pop-Art-Naive-Malerei-Mischung und „enthüllt die Energie des Chaos“. Das leise Klirren der vielen, einen Drachen formeneden, freihängenden Teller…

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