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Ausstellungen: München · von Jolanda Drexler · S. 286 - 288
Ausstellungen: München , 2014

Jolanda Drexler
Dan Flavin

»Untitled (For Ksenija)«
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, 16.7. – 30.8.2014

In unserer globalisierten „Digitalmoderne“ verlieren im Kunstdiskurs nicht nur lokale Unterscheidungen an Bedeutung, sondern auch die Grenzen zwischen den verschiedenen Gattungen Kunst, Architektur, Design, Musik und Performatives weichen immer stärker auf. Da verwundert es nicht, dass zunehmend auch der Tanz – an sich eine ephemere, zeitbasierte Ausdrucksform – ins Museum drängt, das sich primär ja durch die Aufgabe dauerhaften Bewahrens definiert. So widmet zum Beispiel das Museum der Moderne in Salzburg noch bis November eine umfassende Retrospektive der „Bewegungskünstlerin“ Simone Forti, einer Schlüsselfigur des postmodernen Tanzes und Wegbereiterin der Minimal Art. Und bereits im Herbst 2013 präsentierte Peter Weibel im ZKM Karlsruhe die Choreografin Sasha Waltz mit der Ausstellung „Installationen. Objekte. Performances“, in der sie die Grenzen zwischen Tanz und Bild, Körper und Installation ausgelotet hat. Auch für Matthias Mühling, den neuen Direktor am Lenbachhaus und Kunstbau, der sich nach eigener Aussage immer schon für Tanz begeistert hat, ergab sich diesen Sommer anlässlich der turnusmäßigen Präsentation der Lichtinstallation „Untitled. For Ksenija“ von Dan Flavin die Gelegenheit, den Avantgarde-Tanz an sein Haus zu holen und es auf diese Weise in ein „lebendiges Tanzmuseum“ zu verwandeln. Flavin hatte den Kunstbau bei dessen Eröffnung im Jahr 1994 in einen raumgreifenden Farblichtschimmer getaucht – was auf Wunsch der Donatoren Heiner und Philippa Friedrich in regelmäßigen Abständen in situ gezeigt wird. Mühling selbst charakterisiert sein Haus, das für seine Blaue-Reiter-Sammlung weltberühmt ist, als „unglaublich unphysisch“, der Blaue Reiter schließe „Erotik…



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