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Ausstellungen: Düsseldorf · S. 268 - 270
Ausstellungen: Düsseldorf , 1988

Sabine Schütz
David Rabinowitch

Skulpturen mit ausgewählten Zeichnungen, Plänen und Texten
Kunsthalle Tübingen, 1987
Kunsthalle Bielefeld, 1988
Kunstmuseum Düsseldorf, 29.1.-27.3.1988

Der Kanadier David Rabinowitch, geboren 1943 in Toronto und seit 1984 Professor für Bildhauerkunst an der Kunstakademie Düsseldorf, gilt als einer der renommiertesten und eigenwilligsten Stahlbildhauer unserer Zeit. Eine gewisse Eigenwilligkeit gehört allerdings per se zu den Wesensmerkmalen dieses widerspenstigen Mediums, und vergegenwärtigt man sich Stahlskulpturen beispielsweise von Donald Judd, Robert Morris, Ansgar Nierhoff oder natürlich Richard Serra, so stellt sich immer und in erster Linie die Assoziation von massiver Monstrosität und extremer Ungefälligkeit ein, ehe weitergehende Intentionen -wie z. B.der fast immer werkbestimmende Raumbezug der Arbeiten – überhaupt zum Tragen kommen. Seit 1963 konzipiert Rabinowitch seine Skulpturen ausschließlich für den Boden und thematisiert mit diesen „niedrige Fußboden-Werken“ (Rabinowitch) die Orientierungsebene unseres Raumbewußtseins. Eine große Retrospektive seines plastischen Werks – ergänzt durch ebenso zahl- wie aufschlußreiche Zeichnungen und Pläne – veranstalteten nun drei deutsche Museen: Die Kunsthallen in Tübingen und Bielefeld sowie das Kunstmuseum Düsseldorf. Ein recht ungewöhnliches und für den Ausstellungsbesucher nicht eben befriedigendes Konzept, gab es doch an den einzelnen Orten immer nur begrenzte Ausschnitte aus seinem Werk – und somit nur beschränkte Einblicke zu gewinnen. Ein Konzept andererseits, welches vom Künstler so gewählt und – recht überlegt – eigentlich auch nur so möglich war, beanspruchen David Rabinowitchs Bodenstücke doch vor allem eines: Platz. Die große Ausstellungshalle im baufälligen Düsseldorfer Kunstpalast bot z. B. nur drei Arbeiten Platz – Stücken aus der Werkgruppe der „Metrical (Romanesque) Constructions“, an denen Rabinowitch…


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