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Ausstellungen: Wien · von Ursula Maria Probst · S. 376 - 377
Ausstellungen: Wien , 2004

URSULA MARIA PROBST
Elke Krystufek

The Rich Visit the Poor, the Poor Visit the Rich Part 2
Bawag Foundation. 30.06.2004 – 04.09.2004

Subtil provokant greift Elke Krystufek im Kontext ihrer Ausstellung “The Rich Visit the Poor, the Poor Visit the Rich Part 2”, der eine Publikation zugrunde liegt, das Klischee eines Sozialdramas auf mit dem sie sich im Kunstbetrieb konfrontiert sieht. Während es einigen KünstlerInnen gelingt, à la Pierre Bourdieu ihr symbolisches Kapital in eine erfolgreiche KünstlerInnenkarriere umzuwandeln, bleiben andere von der tendenziell hermetischen Struktur des Kunstmarktes ausgegrenzt. Dennoch wirken die tröstlichen und Gesellschaftskritik implizierenden Statements der Kuratorin Brigitte Huck wie “das Leben ist voller Ungerechtigkeiten und auch die Kunst ist nicht fair” sarkastisch. Gelassen kann sich Elke Krystufek mit diesem “bedauerlichen Umstand” auseinandersetzen, ist sie doch jene österreichische Künstlerin, die in der Kunstszene nach Vorläuferinnen wie Maria Lassnig und VALIE EXPORT international präsenter ist als jede andere Künstlerin ihrer Generation. In der Ausstellung und in der Publikation sind es die üblichen Verdächtigen von Hans-Ulrich Obrist über Pipilotti Rist bis zu Franz West, welchen sich Krystufek widmet, um das Netzwerk “Kunstbetrieb-Kunstmarkt” transparent zu machen. Bereits auf dem Cover der Publikation befinden sich Fragmente legendärer Songs wie “First I was afraid” und “I’ve got all my Life to give”, die wie eine Ironie des Schicksals klingen. “I will survive” lautet der Titel der Zeichnung.

Das Ausgangsmaterial der Photocollagen in der Publikation bilden die von Elke Krystufek gelesenen Kunstmagazine der letzten 15 Jahre. Die von Brigitte Huck kuratierte Edition wird im Großformat als Prints in…



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von Ursula Maria Probst

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