Ausstellungen: Berlin , 2002

PETER FUNKEN

evolutionäre zellen

Selbstbeauftragtes Gestalten gesellschaftlicher Perspektiven
Kriterien, Infos und Jury
NGBK, Berlin, 13.4. – 5.5.2002

Es ist eine Ausstellung zu einem öffentlichen Wettbewerb: In der Ausstellung stellt sich eine Jury mit ihren Vorstellungen und Kriterien zum Wettbewerb vor. Die Jury wurde von der Arbeitsgruppe „finger“ der NGBK berufen und besteht aus 10 Mitgliedern. Das Preisgeld des Wettbewerbs beträgt 10 000 Euro. Einsendeschluss ist der 31. August dieses Jahres. Im November 02 wird eine Präsentation der eingereichten Vorschläge stattfinden.

Der Wettbewerb stellt die Frage nach „evolutionären Zellen“ und sucht Beispiele „anhand derer die Bedeutung von Alltagswissen und die Übernahme von Verantwortung deutlich werden“. Gewünscht sind zum Beispiel Vorschläge, „die durch produktives Querdenken und Zweckentfremdung vorgegebener Bedingungen, Missstände thematisieren und neue Ansätze gestalten.“ Gefragt sind „evolutionäre Zellen“, die nicht Exempel irgend einer Theorie sind, sondern exemplarische Fälle der gesellschaftlichen Wirklichkeit“. (alle Zitate aus dem Ausschreibungsformular).

Die Ausstellung hat 10 Stationen und die sind so unterschiedlich wie sehenswert: Da ist etwa das Beispiel der Kügelgen-Schmidtke-Kinderbetreuung GbR. Unter dem Motto „Jeder Karnickel- und Schweinezüchter wird in Deutschland steuerlich besser behandelt als Familien, die ja – und das streitet niemand ab – die alles entscheidende Investition für die Zukunft erbringen“. Familie Schmidtke, bestehend aus Siegfried Schmidtke, Birgit Schmidtke (geb. Kügelgen) und ihre drei Kinder, hat sich 1995 zur Firma erklärt. Beim Gewerbeamt Köln meldeten sie sich unter dem Firmenzweck „Private Kinderbetreuung“ an. Es ging ihnen dabei weniger um die damit eventuell verbundenen Steuervergünstigungen, als vielmehr darum, auf die Defizite heutiger Familienpolitik aufmerksam zu machen. Der zunächst erteilte Gewerbeschein…

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