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Ausstellungen: Düren · S. 306 - 306
Ausstellungen: Düren , 1988

Ute Maria Reindl
Franz Dank

Leopold-Hoesch-Museum, 28.2.-4.4.1988

In der „Generation von Konzeptkünstlern wie Stefan Wewerka, Dieter Roth oder Karlheinz Stockhausen“ sieht Franz Dank sich als Einzelgänger, denn für ihn habe „Malerei immer Priorität“ gehabt. Eine Retrospektive zum sechzigsten Geburtstag des Kölner Künstlers gewährte einen Einblick in das Oeuvre der letzten Jahre, was von stiller Beständigkeit geprägt ist.

Ausstellungsort war das Leopold-Hoesch-Museum der Stadt Düren. In der unmittelbaren Nachbarschaft zur Sammlung des Hauses, den Arbeiten der Klassischen Moderne, fand Dank seine Arbeiten wohl präsentiert Mit dem amerikanischen Expressionismus nämlich, wie ihn Kritiker gemeinhin seinem Werk zuschreiben, fühlt sich der Maler weniger verwandt als mit der europäischen Malerei – „die Tradition hat man in den Knochen“. Im Kontrast zur amerikanischen Abstraktion sei diese „lyrisch versponnen und mehr der Peinture verhaftet“.

Ein erster Rundgang überzeugt sofort davon, daß sich Franz Dank, der seit 1961 einen Lehrstuhl an den Kölner Werksschulen innehält, beim Schaffen keinem vorgefertigten künstlerischen Konzept verschrieben hat. Er verströmt sich gewissermaßen in seiner eigenen Kunst, teilt sein Naturhaftes den Kunstwerken mit. Denkansätze interessieren ihn insofern, als sich mit einer Formensprache eine Farbsprache bilden kann. Der Duktus bleibt dabei stets kalkuliert Für Franz Dank ist seine Malerei „ein evokatorischer Prozeß, in dem eine Maßnahme die nächste ergibt“. Die Ausstellung umfaßte eine Serie von 1986, die eine frühere von 1976 aufgreift, sowie eine weitere Reihe mit 18 Gemälden von 1982. Aus der ersteren stammen die sechs dunklen Arbeiten gleichen Formats im Raum unmittelbar nach dem Treppenaufgang. Zumeist auf schwarzem Grund entfalten sich dort reinbunte Farben oder intensive…


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