Gespräche mit Galeristen , 1997

»Ich bin derjenige, der über eine Wiese geht, um hier und da eine Blume zu pflücken, die mir gefällt«

Heinz-Norbert Jocks sprach mit dem Art Consultant und Kunsthändler Helge Achenbach

Helge Achenbach, 1952 in Weidenau im Siegerland geboren, eröffnete 1973 in einem kleinen Zimmer über der Buchhandlung von Erika Nauhaus eine Galerie auf der Bismarckstraße in Düsseldorf. Ein Jahr später siedelte er um auf die Orangeriestraße. Zusammen mit dem Architekten Horst Kimmerich gründete er 1977 ein Büro für Art Consulting in der Hoffnung, Raum, Wand und Boden in Beziehung zu setzen. Aufträge erhielten sie von der IBM-Deutschland, der Dresdner Bank, von Klöckner, Preussag und der TUI. Dabei wurden Kunstwerke in Millionenhöhe vermittelt, bis sich die beiden Geschäftspartner trennten und jeder seine eigenen Wege ging. Noch im selben Jahr gründete Achenbach eine „Art Edition“, die Kunstplakate und Originalgraphik etwa von Richter, Sol LeWitt, Heizer, Lüpertz, Baselitz und Förg verlegt. Der Kunsthandel wird seit zwei Jahren durch eine Galerie auf der Kaistraße mit wechselnden Ausstellungen zu Einzelkünstlern und Themen begleitet. Mit Achenbach sprach Heinz-Norbert Jocks.

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H.-N. J.: Wie kommt ein ehemaliger Psychologie-Student zur Kunst?

H. A.: Ja, das ist komplizierter bei mir. Ausgangsbasis meines Studiums war die Sozialpädagogik, die ich auch später abgeschlossen habe. Zudem habe ich mich noch aus Spaß an der Freud in Psychologie eingeschrieben, ohne es zu beenden. Anfänglich hatte ich die utopische Vision von Verbesserung, gar Veränderung im Jugendstrafvollzug, die jedoch durch ein Jahr Praxis Lügen gestraft wurde.

Inwiefern?

Zu wenig ließ sich im Strafvollzug mit seinen hohen Rückfallquoten bewirken, und zudem wurde ich…

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von Heinz-Norbert Jocks

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