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Titel: 60. Venedig Biennale - Biennale Gespräche · von Heinz-Norbert Jocks · S. 249 - 251
Titel: 60. Venedig Biennale - Biennale Gespräche ,

60. Venedig Biennale: Gespräche
Julien Creuzet

Attila-Katarakt, Quelle am Fusse der grünen Gipfel am Ende im grossen blauen Abgrundmeer ertranken wir in den Fluttränen des Mondes.

Heinz-Norbert Jocks: Wie würdest du deine Installation beschreiben?

Julien Creuzet: Sie ist noch nicht fertig. Deshalb kann ich noch nichts darüber sagen, sondern dir nur etwas von meinen Gefühlen und meiner Intuition erzählen. Der Pavillon lässt sich als ein von außen nach innen führender Lebensraum von großer Dichte beschreiben, der vom Körper verlangt, seine Bewegung zu finden. Man kann die Installation am besten flanierend in einem Moment der Ruhe genießen. Jeder wird seinen eigenen Weg gehen, mit den Augen, den Ohren und der Nase. Die Ohrmuschel verfügt meines Erachtens über eine lange Zeitlichkeit.

Wie entwickelst du eine Installation wie die in Venedig?

Für mich ist es wichtig, dass eine Installation nicht auf eine einzige Definition reduziert wird. Sie ist eine Illustration von nichts. Meine Lust, mich gegenüber verschiedenen Kontexten zu positionieren, ist viel zu groß, um mich künstlerisch auf Illustrierung zu beschränken. Mit Positionieren meine ich meinen Bezug dazu, was Venedig und der Französische Pavillon, geschrieben mit großem „F“, in mir auslösen. Was heißt es heute, ein Land zu vertreten? Was für eine Geschichte trage ich als Individuum mit mir? Diese großen Achsen ermöglichen es mir, mich zu artikulieren. Es ist ein komplexes Denken mit so vielen Türen und Fenstern wie von mir gewünscht. Ebenso entscheidend war, mich mit dem Leben, den sowohl architektonischen als auch kulturellen Details von Venedig als auch damit zu befassen,…


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von Heinz-Norbert Jocks

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