Titel: Supermarktsystem Biennalen - 8. Busan Biennale 2012 - Gespräche mit Kuratoren · von Susanne Boecker · S. 198
Titel: Supermarktsystem Biennalen - 8. Busan Biennale 2012 - Gespräche mit Kuratoren , 2012
Titel: Supermarktsystem Biennalen - 8. Busan Biennale 2012 - Gespräche mit Kuratoren

Supermarktsystem Biennalen

Susanne Boecker im Gespräch mit Roger M. Buergel,

Kurator der 8. Busan Biennale »Garden of Learning«

Roger M. Buergel wurde mit seiner Ernennung zum künstlerischen Leiter der documenta 12 (2007) schlagartig bekannt. Von 2007 – 2009 lehrte er Kunstgeschichte an der Kunstakademie Karlsruhe. 2010 kuratierte er die Ausstellung „Barely Something“ mit Arbeiten von Ai Weiwei im Museum DKM in Duisburg. Die Schau war als Versuch konzipiert, die Medienpräsenz des Politaktivisten zurückzudrängen zugunsten einer Untersuchung seiner Formensprache – „dieses eigenartigen Gemenges von traditionellen chinesischen Formen und post-Duchamp’scher Appropriation Art“. Derzeit ist Roger M. Buergel Gründungsdirektor des Johann Jacobs Museums in Zürich, das sich der Untersuchung und Veranschaulichung globaler Handelswege (historischer wie zeitgenössischer) widmet. Das 2013 eröffnende Museum wird ein Laboratorium, das künstlerische und wissenschaftliche Methoden zusammenführt.

***

Susanne Boecker: Herr Buergel, in Busan haben Sie auf ein partizipatives Modell des Ausstellungsmachens gesetzt. Ihre Methode war „Improvisation“ und das wichtigste Element im Prozess war „Kommunikation“. Haben Sie vorher schon Ausstellungen auf dieser Basis kuratiert, oder war es das erste Mal?

Roger M. Buergel: Die Ausgangslage in Busan war insofern singulär, als ich in Sachen „Korea“ keinen blassen Schimmer hatte. Mit Leuten vor Ort zu arbeiten, war also notwendig und so habe ich mich bei der ersten Sitzung des LC als kompletten Idioten geoutet, der in Busan am Strand steht und von nichts eine Ahnung hat, das aber zumindest weiß. Die Leute haben darüber gelacht, das ist ja nicht gerade das, was man sich von einem Direktor erwartet, aber sie haben das auch verstanden und respektiert: Ich brauchte…

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von Susanne Boecker

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