Titel: Supermarktsystem Biennalen - 9. Shanghai Biennale - Gespräche mit Künstlern · von Heinz-Norbert Jocks · S. 170
Titel: Supermarktsystem Biennalen - 9. Shanghai Biennale - Gespräche mit Künstlern , 2012
Titel: Supermarktsystem Biennalen - 9. Shanghai Biennale - Gespräche mit Künstlern

Jeffrey Shaw

Die perverse Ambiguität des Fallens

Jeffrey Shaw, 1944 in Melbourne geboren, Forscher und Pionier im Bereich Neuer Medien, studierte von 1962 bis 1964 Architektur und Kunstgeschichte an der Universität von Melbourne, dann Bildhauerei an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand, schließlich Skulptur an der St. Martin’s School of Art in London. 1966 arbeitete er zusammen mit Sigma Projects in Amsterdam. Von 1967 an war er dort Mitbegründer der Eventstructure Research Group (ERG) und 1968 Mitbegründer der Artist Placement Group (APG) in London. Von 1991 bis 2003 in Karlsruhe als Leiter des ZKM/Institut für Bildmedien und von 1995 bis 2003 als Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung und danach als Gründungsdirektor des Centre for Interactive Cinema Research (iCinema) an der UNSW in Sydney tätig. Seit 2009 ist er zudem Dekan der Schule für kreative Medien an der City University in Hongkong. Sein Werk umfasst Performance, Skulptur, Videos und zahlreiche interaktive Installationen. Bereits in den 60er Jahren schuf er partizipative Environments, die den Rezipienten zum Akteur werden ließen. Später erweiterte die Computertechnologie seine dynamischen und architektonischen Raummodelle. In seinem Werk definiert sich der Körper an der Schnittstelle von Denken und Sehen, von Text und Sprache, von virtuellem Raum und realer Erfahrung. In Shanghai befragte ihn Heinz-Norbert Jocks nach den Hintergründen seiner jüngsten, eigens für die Biennale geschaffenen Installation.

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Heinz-Norbert Jocks: Zu Beginn unsres Gesprächs zunächst eine sehr allgemeine Frage: Was hat es mit Ihrer Arbeit „Fall Again. Fall Better“ (Falle wieder. Falle besser) hier auf der Shanghai…

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