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Kunstforum-Gespräche · von Uta M. Reindl · S. 317 - 321
Kunstforum-Gespräche ,

The Cool and The Cold

Brigitte Franzen und Benjamin Dodenhoff, Kuratoren der Ausstellung zur Malerei aus den USA und der UDSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig
im Gespräch mit Uta M. Reindl

Weltweit erstmalig ist im Gropius Bau Berlin bis zum 9. Januar 2022 eine Gegenüberstellung von sowjetischer und US amerikanischer Malerei aus der Zeit des Kalten Krieges zwischen 1960–1990 zu sehen. „The Cool and The Cold“ heißt die Gruppenschau mit 125 Gemälden von 80 Künstler*innen aus der seit den 1950er Jahren breit angelegten Sammlung von Peter und Irene Ludwig, die von Brigitte Franzen und Benjamin Dodenhoff kuratiert wurde. Brigitte Franzen leitet aktuell das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt, war von 2009 bis 2015 Direktorin des Ludwig Forums für Internationale Kunst zu Aachen und danach bis Anfang 2021 Alleinvorstand der Ludwig Stiftung. Sie ko-kuratierte unter anderem Skulptur Projekte Münster 07 und gründete das Archiv dieser Großausstellung. Als Ausstellungsmacherin geht es ihr um „forschendes Kuratieren“. Benjamin Dodenhoff ist seit 2019 für die Peter und Irene Ludwig Stiftung tätig. Zwischen 2013 und 2019 war er Kurator am Ludwig Forum Aachen und als Leiter der „Plattform Aachen – Archiv zeitgenössischer Kunst“ unter anderem für die Erschließung und öffentliche Präsentation des Museumsarchivs verantwortlich.

Uta M. Reindl: Der Titel Ihrer Ausstellung von sowjetischen und US-amerikanischen Werken aus der Zeit zwischen 1960 und 1990 könnte eine Gegenüberstellung nach den Gleichungen „US Kunst ist cool“ und „Sowjetkunst“ ist cold suggerieren.

Brigitte Franzen: Es ist ein Spiel mit Klischees: das Coole der US Konsumkultur aus westlicher, vielleicht auch östlicher Perspektive und dem…


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