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Berliner Kulturpolitik nach den Wahlen

27. September 2021 · Kulturpolitik

Ein Jahr lang dauerten die Verhandlungen zwischen dem Land Berlin und dem Immobilienbesitzer CA Immo, dann einigte man sich über die abrissbedrohten Rieck-Hallen am Museum Hamburger Bahnhof: sie bleiben als Ausstellungsort der Nationalgalerie nun doch erhalten. Dies ist ein wichtiges Signal für Berlins Kulturpolitik, vor allem da die lokale Ausstellungslandschaft jüngst arg ausgedehnt wurde mit dem Auslaufen des Leihvertrags für die Sammlung Flick im Herbst 2021 oder mit der Schließung des Me Collectors Rooms von Thomas Olbricht. In manchen lokalen Medien wird schon darüber spekuliert, ob die Sammlung Flick nicht doch wieder in Berlin ansässig sein könnte, jetzt, wo die Rieck-Hallen weiter zur Verfügung stehen. Doch der Fortbestand des Hamburger Bahnhofs selbst ist auch noch nicht in trockenen Tüchern: „Erst verkaufte der Bund den Hamburger Bahnhof, nun will er ihn wieder haben“, fasste der „Tagesspiegel“ zusammen. Kulturministerin Monika Grütters verhandle weiterhin mit der Eigentümergesellschaft über einen Rückkauf, heißt es. Bis zur Vereidigung einer neuen Bundesregierung bleibt die alte bekanntlich kommissarisch im Amt, eben auch Grütters, doch eine neue Weichenstellung in der Berliner Kulturpolitik sowohl auf Bundes- wie Landesebene fällt im Herbst 2021 nun in eine Phase, wo ebenso nach den Berliner Landtagswahlen erst einmal Koalitionsverhandlungen anstehen. Die „taz“ prognostizierte wenige Tage vor der Wahl, dass die mittlerweile als Wahlsiegerin feststehende Franziska Giffey (SPD) „Rot-Rot-Grün fortsetzt, ist doch eher linkes Wunschdenken“. Käme es tatsächlich zu einer anderen Koalition, müsste der Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) seinen Stuhl räumen, obwohl ihm manche aus der Berliner Kulturszene bescheinigen, die Lederer-Zeit sei „goldene Jahre für die Kultur“ gewesen.


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