Nach Dresdner Juwelenraub: Grütters initiiert Sicherheitskonferenz

28. November 2019 · Kulturpolitik

Nach dem Einbruch in die Schatzkammer Grünes Gewölbe der Staatl. Kunstsammlungen Dresden steht fest: Vermisst werden elf Objekte sowie Teile von zwei weiteren Stücken. So ist z.B. das Brillantkollier der Königin Amalie Auguste unvollständig; ihre große Brustschleife mit über 600 Brillanten fehlt, ebenso wie das Achselband mit dem „Sächsischen weißen Brillanten“. Die Polizei hat eine Belohnung von 500.000 Euro ausgesetzt. Michael John, Technischer Leiter der Staatlichen Kunstsammlungen, bescheinigt den Tätern eine „hohe kriminelle Energie“. Auch Kriminalrat Olaf Richter von der Sonderkommission beurteilt das Vorgehen als „zielgerichtete und vorbereitete Tat“. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hatte Tage später eine Sicherheitskonferenz einberufen, in Form einer Fachtagung über das Thema „Sicherheit in Museen“ mit dem Deutschen Museumsbund. Grütters hat die vollständige Finanzierung der Tagung aus Bundesmitteln zugesagt. Der Museumsbund hatte bereits auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung die Gründung eines Arbeitskreises „Gebäudemanagement & Sicherheit“ beschlossen, „dem sich bislang 70 Museen angeschlossen haben. Ziel ist es, Museen und Ausstellungshäuser aus ganz Deutschland miteinander in den Austausch zu bringen, um zeitnah die drängendsten Handlungsfelder beim Thema Sicherheit auszuloten und Lösungsvorschläge im Hinblick auf neue Sicherheitsstandards oder auf den Einsatz modernster Sicherheitstechnik zu entwickeln“, heißt es in einem Bulletin der Bundesregierung. Nach Angaben der Dresdner Museumschefin Monika Ackermann betragen die Sicherheitskosten dort 8 Mill. Euro pro Jahr.