Ausstellungen: Düsseldorf · von Martin Seidel · S. 376
Ausstellungen: Düsseldorf , 2000

Martin Seidel

Das fünfte Element –
Geld oder Kunst

Kunsthalle Düsseldorf, 28.1. – 14.5.2000

Es gibt immer mehr Ausstellungen, da gerät die Kunst vor lauter Theorie und These ins Hintertreffen. Auch „Das fünfte Element – Geld oder Kunst“ scheint in diese Richtung auszuschlagen. Die Schau in der Düsseldorfer Kunsthalle ist die fünfte im Bunde der von der Stiftung für Kunst und Kultur NRW ins Leben gerufenen sieben Global-Art-Ausstellungen, die nach dem Berlin-Umzug das Rheinland in Atem halten sollen. Der Kurator Jürgen Harten, der mit „Geld oder Kunst“ seinen Abschied von der Kunsthalle nimmt, war schon vor zwanzig Jahren in diesem Themenbereich aktiv. Freilich die Zeiten ändern sich, und mit ihnen die Begriffe. Ging es Harten 1978 vor allem in theoretischer Auseinandersetzung mit der „Triebstruktur des Geldes“ von Horst Kurnitzky noch um anthropologische Aspekte, so geht es diesmal – „quer durch Ökonomie und Religion“ – um die „globale Kultur des Geldes“.

Global, das meint vor allem ein überwältigendes Angebot von fünfzig zeitgenössischen Künstlern, die mit allerhand antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Pretiosen der morgen- und abendländischen Kunst-, Kult- und Kulturgeschichte konfrontiert werden. Global, das meint auch, es geht um: Geld in, um und um Kunst herum; um Geld als Sujet der Kunst; als ihr Agens; als Epiphänomen; als Grund oder als Kritikpunkt; um Kunst als Kunst; um Geld als Kunst; um Kunst als Geld.

Ist nun alles, was glänzt, Geld? Oder Kunst? Die Ausstellung, der an Ordnung sehr gelegen ist, hat dem fünften Element fünf Abteilungen eingerichtet. Ein „Museum der höchsten Werte“ rührt an den Anfängen; eine…

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