Kunstforum-Gespräche · von Ronald Berg · S. 370
Kunstforum-Gespräche , 2012

Erweiterung der Erfahrungsbereiche

Zum Verhältnis von Kunst und Architektur

Arno Brandlhuber im Gespräch mit Ronald Berg

Der Architekt Arno Brandlhuber (Jahrgang 1964) entwickelt sich immer mehr zum Grenzgänger zwischen den Sparten Kunst und Architektur. Im Herbst 2012 ist er in Berlin gleich bei drei Ausstellungen vertreten. Der neue Berliner Kunstverein zeigt Brandlhubers Installation „Archipel“ (8.9. – 4.11.12), die von Ideen des Architekturprofessors Oswald M. Ungers aus den 70er Jahren inspiriert ist („Das grüne Archipel – Die Stadt in der Stadt“) und die Separierung verschiedener Milieus in der Stadtentwicklung zum Thema hat. Mit dem gleichen Phänomen befasst sich Brandlhubers Ausstellung („Im Archipel“, 8.9. – 21.10.12) in der Galerie KOW (Koch Oberhuber Wolff). Hier hat Brandlhuber das als Ausstellungsraum genutzte Untergeschoß der Galerie unter Wasser gesetzt. In den oberen Etagen desselben Hauses in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte hat Brandlhuber sein Architekturbüro (Brandlhuber+) und seine Wohnung. Brandlhuber hat das Gebäude auch selbst gebaut, wobei er eine bereits vorhandene Investitionsruine nach eigenen Plänen fertigbaute. Das Haus machte wegen seines konzeptuellen Ansatzes bereits viel Furore und wird aktuell auch auf der Architekturbiennale in Venedig (29.8. – 25. 11.12) vorgestellt. Derzeit ist Brandlhuber außerdem noch auf einer Ausstellung mit dem Titel “Between Walls and Windows“ (1.9. – 30.9.12) im Berliner Haus der Kulturen der Welt vertreten, in der es um die ideologischen Implikationen von Architektur geht.

Brandlhuber wurde für seine Architektur vielfach ausgezeichnet (Museum Neanderthal, Haus Brunnenstraße, Kölner Brett u. a.) und ist seit 2003 Professor für Architektur und Stadtforschung an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, an der…

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