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Ausstellungen: Düsseldorf · von Melanie Puff · S. 295 - 295
Ausstellungen: Düsseldorf , 2006

Melanie Puff
Frank Bauer

»2002 – 2005«
Galerie Voss, Düsseldorf, 18.11.2005 – 4.2.2006

Als Über- und Rückblick ist diese Ausstellung konzipiert, als ein Ausschnitt aus den letzten drei Jahren und den verschiedenen Themen, denen Frank Bauers sich mit seiner Malerei in dieser Zeit gewidmet hat. Eine Reflexion über Weiterentwicklung entsteht daraus, denn aus den fotorealistischen Impressionen des „Nachtlebens“, die über lange Zeit Bauers Schaffen kennzeichneten und ihm neben Vergleichen mit namhaften Künstlern wie Nan Goldin oder Wolfgang Tillmanns ein Image des Porträtisten einer Generation von selbstverliebten und exzessiven Partygängern einbrachte, sind stillere und nachdenklichere Bilder geworden. Zwar bewegen diese sich nach wie vor in einem Kosmos aus Glamour und Nacht, doch hat das Glamouröse auch offensichtliche Risse, und die Nacht beinhaltet neben Exzess und Ekstase auch die Schattenseiten des Einsamen und Alltäglichen.

Diese Spannung verleiht den Bildern eine Tiefe, die nicht nur thematisch, sondern auch bildimmanent zu spüren ist. Die Personen, früher oft Ornament einer Masse aus feiernden und alles um sich herum vergessenden Körpern, werden ganz, sind in ihrer gesamten Widersprüchlichkeit und Komplexität abgebildet. Noch immer wird gefeiert, aus- und aus sich heraus gegangen – aber in dem Wissen, dass die Rückkehr in den Alltag nicht als heftiger Aufprall, sondern eher als sanftes Gleiten geschehen wird. Das Spiel von Licht und Schatten, schon früher ein wichtiges Kennzeichen der Arbeiten des Richter-Meisterschülers Bauer, intensiviert sich in den neueren Arbeiten, es wird fokussierter. Noch immer geht es um Momente des Selbstvergessenen und der Versunkenheit, die der Beobachter Bauer mit seiner Kamera einfängt und dann…



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