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Ausstellungen: Dortmund · von Claudia Posca · S. 340 - 341
Ausstellungen: Dortmund , 2004

CLAUDIA POSCA
Jürgen Partenheimer

Der Schein der Dinge
Museum am Ostwall, Dortmund, 6.6.-8.8.2004

Jede Kunstausstellung ist immer zugleich auch eine Künstlerausstellung, doch die Werkschau von Jürgen Partenheimer im Dortmunder Museum am Ostwall ist dies in einem ganz besonderen Maße. Der 1947 in München geborene, heute bei Köln lebende Maler-Bildhauer hat für seine retrospektiv angelegte Schau zum „Schein der Dinge“ die kuratorische Dramaturgie selbst in die Hand genommen. Über die zwei Geschosse des traditionsreichen Hauses am Ostring hinweg und beginnend in dem aus deutscher Museumsarchitektur hervorstechenden, wunderbaren Lichthof hat er eine Raum- und Sammlungsbezogene Präsentation gezaubert, die weder der eigenen Chronologie hinterher rennt noch die Vollständigkeit des Überblicks zum Maßstab aller Dinge erhebt, dabei aber so ausführlich ist, dass mit Einblick in die immens umfangreiche Auswahl von Arbeiten auf Papier, Malerei und Skulptur der Jahre zwischen 1981 und 2004 das höchst anschauliche Panorama eines Künstlers vorüberzieht, den man als einen großen Ästheten unter den Abstrakten unserer Tage sieht. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland seit 1979 sprechen Bände: So wurde Partenheimer 2000 in der Nationalgalerie Peking und dem Nanking Museum als erster zeitgenössischer Künstler aus Deutschland in China geehrt, ein Jahr später stellte ihn das Gemeente Museum in Den Haag vor und im Herbst diesen Jahres wird ihn die Pinacoteca Do Estado in Sao Paulo in Brasilien parallel zur dortigen Biennale zeigen.

Dabei bleibt die chronologische Dokumentation der Werkentwicklung vornehmlich eine Angelegenheit des begleitenden Katalogs, die Werkschau argumentiert anders, ist mit Sinn für Raum und Räumlichkeiten bildlogisch organisiert. Wunderkammern öffnend setzt Jürgen Partenheimer auf…



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