Gespräche mit Galeristen , 2003

„Kunst, die aus dem Intellekt kommt, hat es immer schwerer als die aus dem Bauch“

Helga Meister im Gespräch mit dem Galeristen Hubertus Schoeller

Für Hubertus Schoeller liegt die Vollendung der Kunst in ihrer Reduktion. 29 Jahre lang blieb er seiner einmal vertretenen Richtung der Konstruktiven, Kinetiker und Zero-Künstler treu. Er liebt die klaren Denker, die neben dem Licht und der Bewegung das Maß, die Ordnung und die Harmonie bevorzugen. Jetzt hört er auf. Mit 60 Jahren gibt er seine Galerie in Düsseldorf an die Walter Storms Galerie München. Helga Meister sprach mit Schoeller.

Helga Meister: Sie hatten es plötzlich sehr eilig, Ihre Galerie in jüngere Hände zu übertragen. Zu Ihrem 60. Geburtstag im Mai 2002 sah das noch anders aus, da planten Sie schon die Messen für 2003. Wie kam es zum Kontakt zu Walter Storms in München, der das Geschäft und die Räume Ihrer Galerie an der Poststraße Anfang 2003 übernimmt? Zur Eröffnung Ihrer Aubertin-Ausstellung waren einige Besucher völlig perplex über die spontane Entscheidung.

Hubertus Schoeller: Walter Storms ist Sprecher der Münchener Galerien und eigentlich nur wenige Jahre jünger als ich. Aber er hatte einen jungen Partner aufgenommen, Dr. Stefan Shaw, geborener Kimmel, dessen Familie bei mir Kunde war. Stefan war schon als Kind bei mir. Storms gegenüber erwähnte ich schon vor ein paar Jahren, jemanden wie Shaw würde ich mir auch als Nachfolger wünschen. Daraus hat er geschlossen, dass ich einen Nachfolger suche und kam jetzt auf mich zu, als er im Rheinland eine Dependance aufmachen wollte.

Er hätte sie auch ohne…

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von Helga Meister

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