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Ausstellungen: Mönchengladbach · von Annelie Pohlen · S. 322 - 323
Ausstellungen: Mönchengladbach , 2010

Annelie Pohlen
Robert Morris

»Notes on sculpture«
Museum Abteiberg, Mönchengladbach, 7.2. – 24.5.10

Auf der Freifläche neben dem Museum dampft die Erde. Von Möchengladbach zur Vulkaneifel ist es nicht weit – und wer unterscheidet schon so genau zwischen den tatsächlichen und den möglichen Reaktionen der Erde unter unseren Füßen. Heiße Quellen sind solchen Regionen nicht fremd. „Notes on Sculpture“ ist die Ausstellung betitelt, zu der das irritierend schöne Werk schon im Vorlauf eingerichtet wurde. Von trefflicher Klarheit sein Titel: „Steam“, also Dampf. Robert Morris hat es 1967 realisiert und nun noch einmal aufgeführt als Auftakt zu einer komplexen Auseinandersetzung mit seinem Werk, das sich mit unerschütterlicher Konsequenz bis heute jeder für Erfolgsgeschichten wohl notwendigen ’stilistischen‘ Kategorisierung entzieht.

Nach der 15 Jahre zurückliegenden Retrospektive in den Deichtorhallen – der ersten in Deutschland – geht es im Museum Abteiberg nicht um die Neuauflage der Gesamtschau eines Werks, das Anfang der 60er Jahre Maßstäbe für die Entwicklung der amerikanischen Kunst setzte und heute einer Generation jüngerer Künstler als bedeutende Inspirationsquelle gilt. Es geht – so die Autoren – um „einen räumlichen Essay, der sich mitten aus bzw. in enger Relation zur Architektur und Sammlungsgeschichte des Museums Abteiberg entwickelt.“ Das ist zunächst wörtlich zu verstehen, schreiben sich doch die 29 Werke aus den 60er und frühen 70er Jahren in alle Museumsräume ein und erlauben so immer wieder frei vagabundierende Einsichten in die vornehmlich auf die Nachkriegsmoderne konzentrierte Sammlung. Hintergründiger wirkt die subtile Beiläufigkeit, derentwegen die Experimente des 1931 geborenen Künstlers in diesem Parcours zur physischen und auch…



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