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Titel: Report. Bilder aus der Wirklichkeit - IV. Interviews mit Künstler*innen · von Sabine Maria Schmidt · S. 138 - 145
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Titel: Report. Bilder aus der Wirklichkeit - IV. Interviews mit Künstler*innen

The (Human) Times

Interview mit Florian Ebner über ein Projekt mit dem französischen Fotografen Bruno Serralongue
von Sabine Maria Schmidt

Angesichts der totalen Omnipräsenz von Bildern und des fließenden Überganges von stillem und bewegtem Bild werden wir bald die Fotografie nicht mehr separat betrachten, sondern wir müssen eher von (journalistischen) Bildern der Information sprechen, denen gegenüber sich eine dokumentarische Kunst mit der Kamera in Beziehung zu setzen oder abzugrenzen hat.

Seit Anfang der 1990er Jahre hat der in Paris ansässige Fotograf Bruno Serralongue ein Werk entwickelt, das die Bedingungen der Produktion, Verbreitung und Zirkulation des Medienbildes hinterfragt und offenlegt. Obwohl er kein Fotoreporter im engeren Sinne ist – er arbeitet für keine Medienagenturen –, fotografiert Bruno Serralongue auch tagespolitische Themen, die die Nachrichten füllen und ist Zeitzeuge wichtiger Ereignisse, die sie ausmachen.

Im Gegensatz zum meist spektakulären Umgang der Medien, setzt Serralongues künstlerischer Umgang mit dem dokumentarischen Bild mit Langzeitrecherchen und Beobachtungen von kollektiven Bewegungen und Ereignissen an.

Sabine Maria Schmidt: Mit der Ausstellung Bruno Serralongue / Agence France–Presse / Les habitants Calais – témoigner de la „jungle“ seid Ihr für die Ausstellung im Centre Pompidou einen neuen Weg gegangen, journalistische und dokumentarische Fotografie auszustellen. Was war dabei besonders entscheidend? Was war der Ausgangspunkt, was die Herausforderung?

Florian Ebner: Für die fotografische Abteilung des Centre Pompidou versuchen wir innerhalb der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit einen Schwerpunkt auf die Auteurs du documentaire zu legen. Die Arbeit von Bruno Serralongue ist daher für uns von besonderem Interesse. Als ich im Sommer 2017 ans Centre Pompidou…


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