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Ausstellungen: Berlin · S. 416 - 416
Ausstellungen: Berlin , 1989

Angelika Stepken
Susanne Mahlmeister

»Monumente Paris«

Wewerka Galerie, 10.6.-5.8.1989

Susanne Mahlmeister, 1952 in Berlin geboren, gehört zu den wenigen Künstlern der Stadt, die (ohne jede Vorsilbe) im konzeptuellen Sinne arbeiten: Das Konzept geht nicht im Werk auf, sondern von ihm aus.

Ihre in der Wewerka Galerie präsentierten „Monumente Paris“ sind Bestandteil einer Werkgruppe, die vor vier Jahren in Antwerpen ihren Anfang nahm und seitdem in Ost- und West-Berlin, Mailand, Barcelona, Madrid und eben Paris weitergeführt wurde. Ausgelöst wurde sie von der Reflexion über die roten Markierungen bedeutender Bauwerke auf allen Stadtplänen. Im Eingangsbereich der Galerie hängen jedoch zwei Kopien jener schwarz-weißen Präzisions-Lagepläne, wie sie in den Verwaltungen der Städte kursieren. Die roten Punkte wurden hier von Susanne Mahlmeister gesetzt. Offensichtlich bezeichnen auch sie repräsentative Bauten, mögliche Arbeitsgegenstände. Ihre Auswahl, Anzahl, Streuung differierten vermutlich von den offiziellen Eintragungen. Als bezeichnete Orte verweisen sie auf die Entfernungen von einem Punkt zum anderen und vielleicht auf die Tatsache, daß Susanne Mahlmeister dazu übergegangen ist, ihre „urbanen Piktogramme“ nicht am Schreibtisch, sondern vor Ort zu konzipieren. Im Werk selber geht es jedoch u. a. gerade um die Abwesenheit räumlicher Dimensionen und Distanzen.

Die Pariser Monumente, das „Pantheon“ und das „Palais de Chaillot“, bestehen jeweils aus zwei Teilen: einer fotografischen, teilweise rosa kolorierten Ansicht des Gebäudes und einem jeweils zehn Zentimeter hohen, signalroten Holzobjekt in der Form des jeweiligen Gebäudegrundrisses. Während die Fotos einen „subjektiven“, unrepräsentativen, nicht frontalen Anblick und Ausschnitt der Gebäude zeigen, sind sie auf Tafelbild-Format vergrößert und mit einem schwarzen Holzrahmen versehen. Die Objekte – eines an…


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