Ausstellungen: Zürich , 2009

Max Glauner

Swiss Season Start

»Der Züricher Galerien zum Auftakt der Herbstsaison«

Zürich, 26. 6. – Ende Oktober 2009

Berlin zählt knapp 3,5 Millionen Einwohner und mindestens 66 Galerien für zeitgenössische Kunst. Zürich zählt zehn Mal weniger Einwohner. Doch zur alljährlichen Saisoneröffnung Ende August kamen stattliche 55 Galerien für Gegenwartskunst zusammen. Mittlerweile finden sie sich in drei Innenstadtbezirken sowie dem ehemaligen Industriequartier um das Löwenbräuareal.

An drei aufeinander folgenden Tagen ging es reihum, am Mittwoch von Aussersihl, zur Limmat am Donnstag, am Freitag ins Löwenbräuviertel. Eröffnungen, Feiern und Partys, all das geballt produzierte, auch wenn kein Galaevent, keine Kuratorengespräche und keine Preisverleihungen angesetzt waren, Festivalstimmung. Die wollte man sich nicht vermiesen lassen, auch wenn es im Vorfeld Trübungen gab. Hatte sich bereits vor einem Jahr Juerg Judin aus Zürich zurückgezogen und eine Galerie in Berlin eröffnet, stand man nun auch bei Matthias Arndt überraschend vor verschlossenen Türen. Er will sich ausschließlich auf das Geschäft an der Spree konzentrieren. So wahr man zufrieden, dass die meisten Akteure die Krise überstanden hatten, war froh sich wiederzusehen und suchte nach den neusten Trends, die – wen sollte es wundern – in alten Werten und grundsoliden Künstlerbiografien lagen.

Hochstimmung herrschte vor allem im Löwenbräuareal und gleich im Eingangsbereich bei Hauser & Wirth. Die Schweizer Popikone Pipilotti Rist hatte sich dort im Vorfeld ihres ersten abendfüllenden Films „Pepperminta“ häuslich eingerichtet, wobei ihre künstlerische Juvenilität und Zeitgenossenschaft im Löwenbräugebäude unter starkem Konkurrenzdruck stand: Denn Stockwerke über ihr eröffnete sowohl das Migros Museum für Gegenwartskunst die Gruppenausstellung „Deterioration“ mit Arbeiten junger Amerikaner Anfang…

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