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Ausstellungen: Bonn · von Martin Seidel · S. 342 - 342
Ausstellungen: Bonn , 2008

Martin Seidel
Visite.

»Werke aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland – Von Gerhard Richter bis Rebecca Horn«
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, 11.4. – 17.8.2008

Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft präsentierte sich die Bundesrepublik letztes Jahr im Palais des Beaux-Artes in Brüssel seinen EU-Partnern mit einer Ausstellung markanter Positionen junger deutscher Kunst. Die schwerpunktmäßig in den letzten zwanzig Jahren entstandenen Exponate stammen aus der seit 1970 aufgebauten und mittlerweile auf 1200 Exponate angewachsenen bundeseigenen Kunstsammlung und hatten die Aufgabe, das Bild einer deutschen Kunstszene zu vermitteln, die die politischen Verhältnisse und existenzielle Befindlichkeiten reflektiert und nebenbei auf dem internationalen Kunstmarkt erfolgreich ist. Gleichzeitig sollten sie die Bundesrepublik als Land präsentieren, das diese Kunst fördert und als geistiges Fundament in sein Gesellschaftswesen einbezieht.

Nicht anders verhält es sich in der nun vor heimischem Publikum und in erweiterter Form in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehenden Ausstellung. Ein aus der Kunst abgeleitetes Thema und einen Fokus gibt es nicht. Die vom Leiter des Hamburger Bahnhofs Eugen Blume und Anette Hüsch kuratierte Ausstellung präsentiert weder Ankäufe bestimmter Ankaufskommissionen noch bestimmte Themen oder Gattungen. Sie setzt vielmehr auf die Größten der Großen, zumindest auf die Bekanntesten. Mit dabei sind Joseph Beuys, Jörg Immendorf, Gerhard Richter, Katharina Sieverding, auf Anna und Bernhard Blume, Rebecca Horn, Isa Genzken, Martin Kippenberger, Gregor Schneider, Wolfgang Tillmans, Thomas Demand, Daniel Pflumm, Andreas Gursky, Jonathan Meese und andere mehr.

Wie und was soll man ausstellen, wenn man sammelt, wie der Bund sammelt? Nämlich ohne besonderes Programm und Vorsatz, nur mit dem Ziel,…



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