Syrien: Zerstörte Kulturdenkmäler

9. Januar 2015 · Kulturpolitik

Satellitenaufnahmen, die im Auftrag der UNO erstellt wurden, belegen 300 Beschädigungen an Kulturstätten in Syrien: sie wurden im Bürgerkrieg geplündert, ramponiert oder sogar völlig zerstört. Das das UN-Institut für Ausbildung und Forschung (Unitar) wertete Satellitenbilder aus 18 Regionen des Landes aus und stellte „bedeutende Schäden“ u.a. in den Kulturstädten Damaskus, Rakka und Aleppo fest, ebenso an den römischen Ausgrabungsstätten Palmyra oder der Kreuzfahrerfestung Krak des Chevaliers. Wie schon nach dem Irak-Krieg und nach dem „Arabischen Frühling“ in Ägypten, so ist auch jetzt zu befürchten, dass vieles, was im syrischen Bürgerkrieg aus Museen oder an Ausgrabungsstätten gestohlen wurde, als Raubkunst in den illegalen Kunst- und Antiquitätenhandel gelangt. Deswegen hatte das Auswärtige Amt in Berlin unlängst zu einer Tagung eingeladen, um Maßnahmen gegen Raubgrabungen und den illegalen Handel mit Kulturgütern zu diskutieren. Schon vor einigen Monaten hatte die UNESCO-Chefin Irina Bokova gefordert, jeden Handel mit Kulturgütern aus dem Irak und aus Syrien vorsorglich zu verbieten. Die Hauptsorge der UN-Kukturverwalter gilt aber derzeit den kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien:  „Was sich in Syrien abspielt, ist traurig für Syrien und die Welt. Die Menschheit ist dabei, Tausende Jahre ihres Erbes zu verlieren“, befürchtet Einar Bjørgo, Direktor des UN-Satellitenprogramms.


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