"Werk ohne Autor": Kein Golden Globe

8. Januar 2019 · Film

Nach den „Oscars“ zählt der „Golden Globe“ zu den wichtigsten Auszeichnungen der US-amerikanischen Filmindustrie. In der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“ ging „Werk ohne Autor“ (2018) des deutschen Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck zwar leer aus, doch der Film mit den Schauspielerin Tom Schilling, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Ina Weisse und Sebastian Koch wurde für 2019 als deutscher Beitrag zum Oscar-Wettbewerb ausgewählt. Angelehnt an die Biografie Gerhard Richters schildert der Film das Leben eines Künstlers in drei politischen Systemen: der Film beginnt im Jahre 1937, wo ein fünfjähriger Junge von seiner Tante in Dresden in die Ausstellung „Entartete Kunst“ mitgenommen wird. Wegen vermeintlicher Schizophrenie wird die Tante später von einem NS-Arzt zwangssteriliert und dann auch ermordet. Der Junge, er heißt im Film Kurt Barnert, wächst in der DDR auf, geht später in den Westen, wo er als Maler Karriere macht. Gerhard Richter distanzierte sich von dem Film, er findet ihn „zu reißerisch“, und auch Michael Hübl schreibt in „Kunstforum“ Bd. 258, der Regisseur ignoriere „die Faktenlage… zugunsten einer dramaturgischen Pointe“, und „zur modernen und neueren bildenden Kunst“ habe Henckel von Donnersmarck „allenfalls einen oberflächlichen… Zugang“.“

Dazu in Band 258 erschienen: