Nachrichtenforum: Hochschulen & Akademien , 2012

Die Akademie der bildenden Künste Nürnberg begeht in diesem Jahr ihr 350jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass dokumentierten das Nürnberger Stadtmuseum Fembohaus in einer Ausstellung „Die Frühzeit der Nürnberger Kunstakademie 1662-1806“ (bis 2. Sept. 2012) und das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände unter dem Titel „Geartete Kunst“ die Akademie im Nationalsozialismus. Hermann Gradl, der 1934 dem Nationalsozialistischen Lehrerbund“ und 1941 der NSDAP beigetreten war, erhielt in seinem Atelier 1937 Besuch von Adolf Hitler persönlich, der über Gradls Kunst in Anlehnung an die Malerei des 19. Jh. urteilte: „Wer solche Bilder malt, der muss ein anständiger Kerl sein“. Auf Geheiß Hitlers übernahm Gradl an der damaligen Nürnberger Staatsschule für angewandte Kunst eine Klasse für Landschaftsmalerei und wurde 1939 sogar deren Direktor. Ab 1940 hieß diese Kunstschule dann offiziell „Akademie der Bildenden Künste in der Stadt der Reichsparteitage Nürnberg“. Gradl behauptete später, die Ernennung zum Akademie-Direktor sei gegen seinen Willen erfolgt. Er kam 1948 beim Entnazifizierungsverfahren mit einer Einstufung als „Mitläufer“ und einer Geldstrafe von 2.000 Reichmark davon und wurde nach Abschluss dieses Verfahrens sogar für kurze Zeit wieder als Akademie-Direktor eingesetzt, bevor er in den Ruhestand ging. Von 1948 bis 1957 war dann Fritz Griebel Akademie-Direktor. Erst 1960 erreichte die Nürnberger Kunstakademie mit der Einführung einer Präsidialverfassung auch eine formale Gleichstellung mit der Münchener Kunstakademie.

Andreas Platthaus, Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), lädt seit einiger Zeit junge Zeichner ein, einen Comic Strip zu veröffentlichen. Bis Oktober 2012 darf Katja Klengel, Studentin an der HfbK Dresden im vierten Studienjahr (Klasse Lutz Dammbeck),…

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