Titel: Cross Culture · S. 174
Titel: Cross Culture , 1985

endart usw.

endart ist eine Gruppe von sieben jungen Leuten (eine Frau, sechs Männer) in Berlin-Kreuzberg. Seit 1980 bilden sie ein Arbeits- und Lebensteam, das sein Zentrum in einer Galerie/Werkstatt in der Oranienstraße hat. Die Kunstproduktion (Bilder, Fotos, Skulpturen, Filme, Video, Aktionen, Musik) geschieht kollektiv unter ständig wechselnden Team-Namen. Entsprechend gibt es keine fixierte Programmatik für die Arbeit. Spontaneität, Extrem-Phantasie, Black humour, Pataphysik charakterisieren die Werke und den Umgang mit der Öffentlichkeit, in der sie präsentiert werden.

Gründung 1980. Dann drei Monate zu Gast in der Galerie „Kompagnon“. Ab Juli 1981 Eröffnung einer „Galerie“ in der Kreuzberger Oranienstraße. Seitdem fast wöchentlich wechselnde Ausstellungen und Aktionen unter den Namen endart, endat, ändat, Doll Proll, Penis, Westfleisch, Chäf Päck, Hallo Mädels, Watanaba, Bundeskohl, Mobralla, King of Therapie…

1981: „Ufa-Show“, Musik und Aktion in West-Berlin. – 1982: Teilnahme am Göttinger Kunstmarkt „Lieber verrückt als einer von Euch“ (Super-8-Filme mit Live-Musik, Pepperoni-Schnaps, Bilder, Objekte). – Konzerte im „Ausguck“ (Aussichtsplattform an der Berliner Mauer). – Konzert U.V.A., Berlin, mit Super-8-Film „Hot spots“. – 1983: Ausstellung, Bilder, Film, Aktion in Hannover „Im Bad“ und in der Fußgängerzone: „Infantile Exhibition“. – Präsentation von Videoarbeiten im „Korrekt“ (Berlin). – Installation beim Berliner Musikfestival „Atonal“. – Teilnahme an Ausstellung „Akzente 83“, Kunsthalle Berlin. – 1984: Ausstellung von „Schweinebildern“ in der Personalkantine des KaDeWe („Kaufhaus des Westens“, Berlin). – Präsentation von Metall-Arbeiten in „Tiefe Blicke“, Darmstadt. – Teilnahme an Fotoausstellung „Die Güte der Gewohnheit“, CCD-Galerie, Düsseldorf. – Aktion „Kulturaustausch“ an der Berliner Mauer. (Als „Arbeitsbeschaffung für Vopos“ werden endart-Bilder über die Mauer geworfen)….

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