Ausstellungen: Zürich , 2010

Max Glauner

Es lächelt der See, er ladet zum Bade…

»Lands End. Landschaft zwischen Bild und Raum«

Shedhalle, Zürich, 20.3. – 16.5.2010

Beim Thema „Landschaft“ hängt die Latte hoch, in Zeiten der Klimaerwärmung und in der Schweiz, Inbegriff pittoresker wie bedrohter Landschaft, zumal.

Man denkt an Zürichsee und Alpengipfel, den schrumpfenden Aletschgletscher und das Matterhorn, Russen in St. Moritz, das Bankgeheimnis und deutsche Steuerhinterzieher – auch das gibt es, die Bankenlandschaft. Und dann noch die Künstler Hodler, Zünd und Albert Anker und vielleicht denkt man noch an die Zeitgenossen, wie die Vegetationsartisten Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger aus Uster bei Zürich, oder die Basler Monica Studer und Christoph van den Berg, die mit ihrem Internet-Projekt „Hotel Vue des Alpes“ jederzeit in eine wünschenswert heile Welt der Schweizer Berge entführen.

Und dann gibt es noch die Stadtlandschaft, den Landschaftsbau, Landschaftsplanung, die Landschaftskunst, Land Art und entsprechend viele Kunst-Ausstellungen, die sich in den letzten Monaten der Erde, ihrer Erwärmung, dem Land und eben der Landschaft irgendwie reflexiv und kritisch anzunehmen versuchten. Kurz, das Thema liegt mittlerweile derart im Trend, dass sich große wie kleine Institutionen damit nur aus der Deckung wagen können, wenn sie mit einer starken These und überraschenden künstlerischen Positionen aufwarten können.

Jetzt hat sich das neue Leitungsteam der Shedhalle am Westufer des Zürichsees mit ihrer Ausstellung „Lands End. Landschaft zwischen Bild und Raum“ mit dreizehn künstlerischen Positionen an die Thematik gewagt. Um neue Sinnlichkeit und Gravität in die bisher als zu theorielastig geltende und über Zürich hinaus kaum mehr wahrgenommene Institution Shedhalle zu bringen, ohne…

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