Ausstellungen: Köln · von Viola Michely · S. 362
Ausstellungen: Köln , 2002

VIOLA MICHELY

Hélio Oiticica

»Are you experienced?!«
Kölnischer Kunstverein, 16.2. – 7.4.2002

Seit einer erstmals großen Retrospektive im Centre Pompidou in Paris 1992 und der Präsentation einiger frühen Arbeiten auf der letzten documenta hat Hélio Oiticica neben seiner brasilianischen Kollegin Lygia Clark international Anerkennung gefunden. Im Fährwasser dieses Erfolges steht die Präsentation einiger nie gezeigten Arbeiten des Künstlers, die in Kooperation mit dem Wexner Center for the Arts in Ohio und dem Museum of Contemporary Art in New York entstand.

Zu sehen sind ein unvollendet gebliebener super-8-Film mit dem Titel „Agripina é Roma – Manhattan“, eine Diaserie mit Soundtrack mit dem Titel „Neyrotika“ und drei der insgesamt neun Blockexperimente, die als ein fortlaufendes Programm den Obertitel „Cosmococa“ tragen. Alle Arbeiten entstanden in der ersten Hälfte der 70er Jahre im amerikanischen Exil. Hatte ein Guggenheim-Stipendium Oiticica nach New York geführt, war die einzige öffentliche Realisation seiner künstlerischen Arbeit, neben der Beteiligung an der Ausstellung „Information“ im Museum of Modern Art in New York 1970, eine raumgreifende Zellenstruktur mit dem Titel „Rhodislandia Contact“ für die Studierenden an der Universität von Rhode Island 1971. Viele Konzepte und Experimente dieser Zeit sind unmittelbar verbunden mit dem Leben und Arbeiten im New Yorker Atelier und Wohnraum, den er programmatisch „Babylonests“ taufte. Das ist der organische Zusammenhang der künstlerischen Arbeit in dieser Ausstellung, die stärker durch Deprivation – der großen Fremdheit und fehlenden Gewachsenheit, die Essen, Arbeit und liebende Fürsorge sichert – geprägt ist, als von einem Eintauchen und Mitmischen in der Eventkultur der 70er Jahre.

Oiticica formulierte in den 60er…

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