Ausstellungen: Düsseldorf · von Heinz-Norbert Jocks · S. 337
Ausstellungen: Düsseldorf , 2002

HEINZ-NORBERT JOCKS

„Heute bis jetzt“ – Fotografie, made in Düsseldorf

museum kunst palast, Düsseldorf, 23.2. – 16.6.2002

Da, wo die Vorfreude auf eine Ausstellung zur zeitgenössischen Fotografie, made in Düsseldorf, zu euphorisch ist, lauert die Gefahr der Enttäuschung. Allzu viele Fragen an dieses so erfolgsverwöhnte Medium, dessen herrliche Möglichkeiten seit seiner digitalen Manipulierbarkeit mehr und mehr expandieren, warten da auf Antworten. Was leistet die zur Kunst aufgestiegene Fotografie in Zeiten zunehmender Bildermacht? Wo gibt sie Rätsel auf? Auf welche Augenblicke ist sie fixiert? Warum fasziniert sie uns überhaupt? Was lässt sie uns sehen, was wir sonst nicht vernehmen, und was teilt sie uns mit, was wir gar nicht kennen? Inwieweit ist sie imstande, Welten zu verknüpfen oder zu fingieren? Was macht sie zu einem von uns lesbaren Bedeutungsträger? Was passiert, wenn Fotografen an den Wahrheitsanspruch ihres Mediums fotografierend zweifeln? Indem die Fotografie Unscheinbares, Dinge, die uns allzu vertraut sind, oder Zufälliges aus dem gewohnten Zusammenhang herauslöst, um es auf eine andere Wahrnehmungsebene zu hieven, gelingt ihr zu unserem ewigen Erstaunen nicht nur ästhetische Verwandlungen des Realen und damit auch überraschende Ein- und Aussichten. Sie beschert uns auch unterschiedliche Bildsprachen von solcher Eindrücklichkeit, dass es ein Abenteuer wäre, einem Dialog beizuwohnen, in dem die vielfältigen Fantasien fotografischer Subjektivität aufeinanderprallen.

Seit Jahren überfällig, bat Jean Hubert Martin, der Generaldirektor des neuen „museums kunst palast“, nun den Kurator Rupert Pfab, übrigens Ex-Assistent von Thomas Struth, um eine Übersicht über die seit fast vierzig Jahren bestehende, inzwischen legendär gewordene Düsseldorfer Fotografie. Bereits weit im Vorfeld der Eröffnung waren…

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von Heinz-Norbert Jocks

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