vorheriger
Artikel
nächster
Artikel
Kunstforum-Gespräche · von Michael Stoeber · S. 326 - 329
Kunstforum-Gespräche ,

Im Übrigen sterben immer die anderen

Ein Gespräch mit Bärbel Grässlin von Michael Stoeber

Nachdem die Eltern gestorben und der Bruder Thomas vor einigen Jahren aus dem Sammlerkollektiv ausgeschieden ist, führen die drei Schwestern der Familie die Sammlung Grässlin weiter: Bärbel Grässlin (geb. 1954), Galeristin in Frankfurt, Sabine Grässlin (geb. 1960), Betreiberin des Kippys, des an den Kunstraum der Sammlung in St. Georgen angeschlossenen Restaurants, und Karola Kraus (geb. 1961), studierte Kunsthistorikerin und Direktorin des MUMOK in Wien. Bärbel Grässlin sprach mit Michael Stoeber über die Geschäfte ihrer Galerie in Zeiten der Pandemie, über kollektives Sammeln, die aktuelle Präsentation von Franz West im Kunstraum St. Georgen und die Vergangenheit und Zukunft der Sammlung Grässlin.

Michael Stoeber: Frau Grässlin, wie arbeiten Sie als Galeristin unter der Bedrohung von Covid-19?

Bärbel Grässlin: Inzwischen besser als am Anfang während des Shutdowns. Da ist ja keiner mehr vor die Tür gegangen. Ich natürlich auch nicht. Stattdessen gab es Besuche nach Voranmeldung, für die ich mir viel Zeit gelassen habe. Kunden und Sammler von auswärts habe ich dort auch bekocht, weil die Restaurants geschlossen hatten.

Jetzt sind sowohl meine Galerie als auch die Filiale (Galerie für junge Kunst) wieder geöffnet. Aber momentan finden keine Eröffnungen im gewohnten Stil mehr statt.

Wie halten Sie darüber hinaus Kontakt zu Ihren Kunden?

Durch Newsletter, Broschüren zu den Ausstellungen und meine Webseite.

Die mit ihren Verlinkungen ganz ausgezeichnet ist! Sind Ihre Geschäfte trotzdem zurückgegangen?

Natürlich. Aber dennoch bin ich bisher ganz gut über die Runden gekommen, auch weil ich meinen…

Weiterlesen?

Der Artikel ist aus dem aktuellen Band und somit nur für Abonnenten zugänglich. Erstellen Sie Ihren Zugang und lesen Sie sofort weiter:

Probelesen

  • 1 Ausgabe bequem nach Hause geliefert + E-Paper inklusive
  • 30 Tage Digitalzugang: Alle seit 1973 erschienenen Ausgaben, Texte, Bilder, Personen, Institutionen, Ausstellungen...
  • Ersparnis über 30%

19,90 €